Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Grönlands Regierungschef nach Trumps Kaufangebot: "USA sind nicht der Feind"

Nach Trumps Kaufangebot  

Grönlands Regierungschef: "USA sind nicht der Feind geworden"

24.08.2019, 12:34 Uhr | dpa

 (Quelle: t-online.de)
Will der US-Präsident Grönland kaufen?

Donald Trump erwägt offenbar, Grönland zu kaufen. Das berichten verschiedene US-Medien. (Quelle: t-online.de)

Geografischer Gigant im Video: US-Präsident Trump erwägt, Grönland zu kaufen. (Quelle: t-online.de)


Donald Trump hat Interesse an Grönland bekundet. Die Dänen haben kein Interesse an einem Verkauf. Jetzt hat sich auch der grönländische Regierungschef geäußert – und stellt sich hinter Dänemark. Vorerst.

Der grönländische Regierungschef Kim Kielsen nimmt es US-Präsident Donald Trump nicht krumm, Kaufabsichten für seine Insel geäußert zu haben. Er betonte am Freitag, "die USA sind nicht der Feind geworden. Wir sollten keine Gräben graben, sondern stattdessen die Zusammenarbeit in jeder Hinsicht fortsetzen, einschließlich der wichtigen Handelsbeziehungen, die wir aufbauen, und nicht zuletzt für den Schutz der gesamten Arktis." Er erwarte, dass die gute Zusammenarbeit mit den USA fortgesetzt und ausgebaut werde, zitierte ihn die grönländische Zeitung "Sermitsiaq".

Grönlands Regierungschef: Kim Kielsen nimmt Donald Trump das Interesse an seiner Heimat nicht übel. Annehmen will er ein solches Angebot allerdings nicht.  (Quelle: imago images)Grönlands Regierungschef: Kim Kielsen nimmt Donald Trump das Interesse an seiner Heimat nicht übel. Annehmen will er ein solches Angebot allerdings nicht. (Quelle: imago images)

Kielsen begrüßte zudem die ablehnende Haltung der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zu einem Verkauf. Sie sei zutiefst respektvoll gegenüber Grönland. "Es ist beruhigend und bestätigt die gute Zusammenarbeit zwischen Grönland und Dänemark, auch wenn wir langfristig alleine bestehen wollen."

Vor wenigen Tagen hatte Trump erklärt, ein Kauf Grönlands könnte für die USA strategisch interessant sein. Grönland und Dänemark hatten die Idee eines Verkaufs aber entschieden zurückgewiesen. Daraufhin verschob Trump einen für den 2. und 3. September geplanten Besuch in Dänemark und begründete dies damit, dass Frederiksen nicht über einen Verkauf Grönlands reden wolle.
 

 
Grönland mit seinen rund 56.000 Einwohnern gehört zwar zum dänischen Königreich, ist aber autonom. Durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland, wegen dort vermuteter Bodenschätze sowie eines wichtigen US-Militärstützpunkts ist es für die USA strategisch bedeutend.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal