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Hartes Urteil in China – 18 Jahre Haft für Regierungskritiker

Wegen Korruptionsvorwürfen  

Gefängnisstrafe für chinesischen Regierungskritiker

22.09.2020, 12:14 Uhr | AFP

Hartes Urteil in China – 18 Jahre Haft für Regierungskritiker. Xi Jinping, Präsident Chinas: Der Verurteilte hatte zuvor Kritik an seiner Regierung geübt. (Quelle: Xinhua)

Xi Jinping, Präsident Chinas: Der Verurteilte hatte zuvor Kritik an seiner Regierung geübt. (Quelle: Xinhua)

Er hatte scharfe Kritik an den Corona-Maßnahmen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping geübt – dann verschwand Ren Zhigiang aus der Öffentlichkeit. Nun wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Der chinesische Immobilienmagnat Ren Zhiqiang, ein Kritiker von Staatschef Xi Jinping, ist wegen Korruption und Veruntreuung zu einer Haftstrafe von 18 Jahren verurteilt worden. Der 69-Jährige wurde von einem Gericht in Peking unter anderem für schuldig befunden, öffentliche Gelder in Höhe von knapp 50 Millionen Yuan (6,3 Millionen Euro) veruntreut zu haben, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Auch soll Ren demnach 1,25 Millionen Yuan an Bestechungsgeldern angenommen haben. Das Gericht erklärte, der Unternehmer habe in allen Anklagepunkten "freiwillig und wahrheitsgemäß" seine Schuld eingestanden und wolle keine Berufung einlegen. Gegen Ren wurde auch eine Geldstrafe von 4,2 Millionen Yuan verhängt.

Ren übt Kritik an Präsidenten und verschwindet aus der Öffentlichkeit

Ren zählte früher zur Elite der Kommunistischen Partei. Er leitete vormals den staatlichen Immobilienkonzern Huayuan. Durch seine oftmals unverblümte Kritik an Xi erwarb sich Ren den Beinamen "Große Kanone". Seit März war er aus der Öffentlichkeit verschwunden. Kurz zuvor hatte er harte Kritik am Umgang des Präsidenten mit der Corona-Pandemie geübt.

Seit Xi im Jahr 2012 in das höchste Staatsamt gelangte, haben Behörden und Partei ihr Vorgehen gegen Kritiker verschärft. Menschenrechtsaktivisten werfen Xi vor, er benutze Korruptionsanschuldigungen, um Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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