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Nordkorea testet neues System f├╝r taktische Atomwaffen

Von dpa
17.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Palast der Wissenschaft und Technik in Nordkorea (Archivbild): Das Land hat offenbar ein neues Waffensystem getestet.
Palast der Wissenschaft und Technik in Nordkorea (Archivbild): Das Land hat offenbar ein neues Waffensystem getestet. (Quelle: Reporters/imago-images-bilder)
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Nordkorea wirft den USA vor, mit ihren Man├Âvern in S├╝dkorea einen Angriff vorzubereiten. Nun demonstrierte das Land unter Kim Jong-un seine Macht: Die Kapazit├Ąten f├╝r einen Atomschlag sollen erh├Âht worden sein.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben weitere Fortschritte bei der beabsichtigten St├Ąrkung der Kapazit├Ąten f├╝r einen Atomschlag gemacht. Das Land habe erfolgreich eine neuartige taktische Lenkwaffe getestet, berichteten die Staatsmedien am Sonntag, ohne den Zeitpunkt des Tests oder andere Details zu nennen. Doch hie├č es, die Entwicklung dieses Waffensystems sei von gro├čer Bedeutung, um die Feuerkraft von Artilleriegesch├╝tzen an der Frontlinie und die Effizienz beim Einsatz von "taktischen Atomwaffen" zu erh├Âhen. Machthaber Kim Jong-un habe den Test ├╝berwacht.

Unter taktischen Atomwaffen oder nuklearen Gefechtsfeldwaffen versteht man Kernwaffen, deren Wirkungskreis und Sprengkraft deutlich geringer sind als bei strategischen Atomwaffen, die ├╝ber einen Kontinent hinaus eingesetzt werden k├Ânnen. Sie k├Ânnten bei K├Ąmpfen theoretisch als wirkm├Ąchtige Alternative zu herk├Âmmlichen Waffen eingesetzt werden, beispielsweise als Kurzstreckenraketen, Artilleriegeschosse oder auch Landminen. Sie k├Ânnten beispielsweise auch von Flugzeugen als Bomben abgeworfen werden.

Einer der weltweit gef├Ąhrlichsten Konflikte

Der Test erfolgte in einer Zeit gr├Â├čerer Unsicherheit auf der koreanischen Halbinsel. Die USA und ihr B├╝ndnispartner S├╝dkorea bef├╝rchten, dass das abgeschottete Nordkorea nach seinen j├╝ngsten Raketentests auch schon bald wieder einen neuen Atomtest unternehmen k├Ânnte.

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Nordkoreas Atomwaffenprogramm geh├Ârt zu den gef├Ąhrlichsten Konflikten weltweit. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri sch├Ątzt auf Basis des produzierten spaltbaren Materials, dass das Land 40 bis 50 Atomsprengk├Âpfe bauen oder gebaut haben k├Ânnte.

Atomwaffen als ├ťberlebensgarantie

Nordkorea hatte sich 2003 aus dem Vertrag ├╝ber eine Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen zur├╝ckgezogen. Die international isolierte kommunistische F├╝hrung in Pj├Ângjang sieht in den Atomwaffen eine ├ťberlebensgarantie. Sie h├Ąlt an ihrem Atomprogramm trotz harter UN-Sanktionen fest und nimmt damit in Kauf, dass die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gehemmt wird.

Die Angaben Nordkoreas zum j├╝ngsten Waffentest k├Ânnen nicht unabh├Ąngig ├╝berpr├╝ft werden. Der Generalstab der s├╝dkoreanischen Streitkr├Ąfte best├Ątigte zwar den Test, sprach aber zun├Ąchst von zwei "Projektilen", die Nordkorea am Samstagabend (Ortszeit) in Richtung offenes Meer im Osten abgefeuert habe. Sie seien etwa 110 Kilometer weit geflogen, bei einer Flugh├Âhe von bis zu 25 Kilometern. Experten vermuteten, dass es sich dabei um ballistische Kurzstreckenraketen handeln k├Ânnte.

Verst├Ąrkte Abschreckung

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen k├Ânnen. Ballistische Raketen sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die meistens ├╝ber ein Steuerungssystem verf├╝gen.

Nordkoreas Machthaber brachte den j├╝ngsten Waffentest in direkten Zusammenhang mit den Vorgaben der herrschenden Arbeiterpartei, die nukleare Abschreckung Nordkoreas zu verst├Ąrken. Kim habe angewiesen, die "Verteidigungsf├Ąhigkeiten und die Nuklearstreitmacht auszubauen", wurde er zitiert.

USA als "Hauptfeind"

Kim hatte im Januar 2021 die Entwicklung taktischer Atomwaffen sowie neuer Interkontinentalraketen (ICBM) mit Feststoffantrieben gefordert, die auch die USA erreichen k├Ânnten. Die Vereinigten Staaten hatte er als "Hauptfeind" bezeichnet. Taktische Atomwaffen z├Ąhlen dabei zu einem gro├čen Spektrum nicht-strategischer nuklearer Waffen. Nordkoreas Kurzstreckenraketen sollen laut Experten vor allem dazu dienen, etwa Ziele im benachbarten S├╝dkorea treffen und der gegnerischen Raketenabwehr ausweichen zu k├Ânnen.

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Nordkorea hatte seit Anfang dieses Jahres bereits mehrfach Raketen getestet. Ende M├Ąrz wurden die Nachbarl├Ąnder und die USA insbesondere durch den Abschuss einer nordkoreanischen (ICBM) alarmiert. ICBM haben Reichweiten von mehr als 5.500 Kilometern. Mit dieser Aktion hatte Pj├Ângjang auch ein selbst gesetztes Moratorium f├╝r solche Raketen gebrochen, das bisher auch f├╝r Atomtests gegolten hatte.

Atomtest als Warnung

Experten der auf Nordkorea spezialisierten Nachrichtenseite "38 North" des Stimson Center in den USA berichteten zuletzt unter Berufung auf Satellitenbilder, dass Nordkorea offensichtlich weiter daran arbeite, einen Tunnel auf seinem Atomtestgel├Ąnde im Norden wiederherzustellen. In dem 2018 gesprengten Testkomplex Punggye-ri hatte das Land sechs Atomtests gemacht, den st├Ąrksten im September 2017.

Nordkorea k├Ânnte laut Beobachtern den Zeitpunkt des j├╝ngsten Waffentests auch gew├Ąhlt haben, um S├╝dkorea und den USA eine Warnung zukommen zu lassen. S├╝dkoreas Milit├Ąr k├╝ndigte am Sonntag an, dass beide L├Ąnder am Montag ein neunt├Ągiges gemeinsames Man├Âver beginnen w├╝rden. Es gehe um "Computersimulationen", Feld├╝bungen seien nicht vorgesehen. Zweck sei es, die gemeinsamen Bereitschaftsf├Ąhigkeiten zu verbessern.

Die ├ťbungen waren seit L├Ąngerem erwartet worden. Nordkorea wirft den USA regelm├Ą├čig vor, mit seinen Man├Âvern in S├╝dkorea einen Angriff vorzubereiten. Das wird von beiden L├Ąndern bestritten.

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