• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Krisen & Konflikte
  • Venezuela: Maduros Regierung soll Wahl manipuliert haben


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextBrief an Scholz: Handwerker verärgertSymbolbild für einen TextBerliner Polizei ermittelt gegen Abbas Symbolbild für einen TextLewandowski im Auto überfallenSymbolbild für einen TextEx-Ministerin als "strunzdumm" bezeichnetSymbolbild für einen TextSo lief Gellineks "heute-journal"-DebütSymbolbild für einen TextRKI: Das ist die aktuelle Corona-LageSymbolbild für einen TextBericht: Ronaldo will zum BVBSymbolbild für einen TextNächste Überraschung: Potye holt MedailleSymbolbild für einen TextDagmar Wöhrl begeistert im BadeanzugSymbolbild für einen Text"Tatort": So geht es weiterSymbolbild für einen TextLösung für Punk-Problem auf Sylt?Symbolbild für einen Watson TeaserHummels verärgert mit Mode-FehltrittSymbolbild für einen TextNach der Ernte ist vor der Ernte

Maduros Regierung soll die Wahl manipuliert haben

afp, dpa, t-online.de

Aktualisiert am 04.08.2017Lesedauer: 2 Min.
19,4 Millionen Venezuelaner waren aufgerufen, am Sonntag über eine umstrittene verfassungsgebende Versammlung in Caracas abzustimmen. Ein Oppositionsbündnis hatte zum Boykott aufgerufen.
19,4 Millionen Venezuelaner waren aufgerufen, am Sonntag über eine umstrittene verfassungsgebende Versammlung in Caracas abzustimmen. Ein Oppositionsbündnis hatte zum Boykott aufgerufen. (Quelle: Presidencia Miraflores/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

In Venezuela besteht der Verdacht, dass das Maduro-Regime die Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung manipuliert hat. Die Generalstaatsanwältin hat ein Ermittlungsverfahren gegen die eigene Regierung und die Wahlbehörde eingeleitet.

"Ich habe zwei Staatsanwälte beauftragt, gegen die vier Direktoren des Nationalen Wahlrates wegen dieses sehr skandalösen Vorgangs zu ermitteln", sagte Luisa Ortega am Mittwoch. Sie stand lange fest an der Seite der Sozialisten, hat aber mit Präsident Nicolás Maduro gebrochen. Deswegen will er sie schnellstmöglich des Amtes entheben lassen – zuletzt wurde sogar ihr Pass eingezogen. Ortega ist eines der Gesichter der Proteste in Venezuela.


NACHRICHTEN DES TAGES

Kreuzfahrtfestival Hamburg Cruise Days
Kreuzfahrtfestival Hamburg Cruise Days
+3

Konkreter Grund für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft: Der britische Wahlmaschinen-Hersteller Smartmatic hatte am Tag zuvor mitgeteilt, die Zahlen zur Wahlbeteiligung vom vorigen Sonntag seien "ohne jeden Zweifel manipuliert" worden. Die Zahl der abgegebenen Stimmen sei erheblich niedriger als von der Wahlbehörde von Venezuela angegeben, sagte Smartmatic-Chef Antonio Mugica. Es hätten bei weitem nicht 8,1 Millionen Menschen abgestimmt, wie offiziell verkündet.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Platzverweis und Doppelschlag: Köln kassiert bittere Pleite
Fassungslos: Kölns Chabot (2. v. r.) muss vom Platz.


Wahlcomputer in der venezuelanischen Hauptstadt Caracas (Archivbild)
Wahlcomputer in der venezuelanischen Hauptstadt Caracas (Archivbild) (Quelle: Fernando Llano/ap-bilder)

Bereits am Wahltag hatten Oppositionelle öffentlich an den Angaben der Regierung gezweifelt. Die Wahlbeteiligung ist deswegen entscheidend, weil sie Auskunft gibt über den Rückhalt für die Pläne Maduros. Befürchtet wird die Umwandlung in eine Diktatur. In Venezuela sind etwa 19,4 Millionen Staatsbürger wahlberechtigt.

Präsident Nicolás Maduro verteidigt sich

Der sozialistische Staatschef Maduro versucht derweil, die Betrugsvorwürfe zu entkräften. Er sagte in Caracas, dass über zwei Millionen Menschen nicht hätten wählen können, weil die Opposition den Wahlprozess mit Blockaden und Protesten behindert habe. Die Opposition hatte die Wahl der Mitglieder am Sonntag boykottiert. Es standen praktisch nur Vertreter des Regierungslagers zur Wahl.

Die Vorwürfe brachten aber die Planungen der Sozialisten offenkundig durcheinander. Maduro verschob die ursprünglich für Donnerstag geplante Auftaktsitzung der neuen Verfassunggebenden Versammlung auf Freitag. Die Sitzung solle "in Frieden" verlaufen, begründete Maduro den neuen Termin. Die Opposition hatte bereits zu Massenprotesten gegen das neue Gremium aufgerufen.

Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela
Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela (Quelle: Miraflores Press Office/ap-bilder)

Maduro hatte die Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung am Sonntag abhalten lassen – trotz massiver Proteste im Inland und Ausland. Bei Demonstrationen starben mindestens 120 Menschen in den vergangenen Monaten.

Nach dem Willen des Präsidenten soll die Versammlung das Parlament ersetzen und eine neue Verfassung ausarbeiten. Ziel: Das Land aus einer politischen und wirtschaftlichen Krise führen, die seit Monaten anhält. Kritiker werfen seiner Regierung allerdings vor, durch Korruption und Misswirtschaft die dreistellige Inflation und Knappheit von Lebensmitteln und Grundversorgungsgütern im Land verursacht zu haben. Er wolle nun diktatorische Vollmachten an sich reißen. Die EU und die USA sowie die meisten lateinamerikanischen Staaten erkennen die Versammlung nicht an.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Patrick Diekmann
Ein Gastbeitrag von Stephan-Götz Richter und Alexei Bayer
Venezuela
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website