Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomePolitikAuslandKrisen & Konflikte

Venezuela: Hinweise auf Wahlmanipulation


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRückschlag für LNG-StrategieSymbolbild für einen Text82 Menschen sterben bei Demo im IranSymbolbild für einen TextRKI sieht Anstieg schwerer Corona-FälleSymbolbild für einen TextKeine Papst-Audienz: Tourist zerstört BüsteSymbolbild für einen TextRussen fliehen in Boot nach AlaskaSymbolbild für einen TextFormel-1-Star wütet im TrainingSymbolbild für einen TextMax Kruses Lamborghini wurde gestohlenSymbolbild für einen TextMick Schumacher verursacht UnfallSymbolbild für einen TextMessi macht Ankündigung vor Katar-WMSymbolbild für einen TextDSDS-Sieger ist verlobtSymbolbild für einen TextKlinik dementiert Gerücht um "Wiesn-Welle"Symbolbild für einen Watson TeaserWilliam und Kate: Böser ZwischenfallSymbolbild für einen TextDampflok bis ICE – Faszination Eisenbahn

Hinweise auf Wahlbetrug in Venezuela

dpa, afp, t-online.de, awo

Aktualisiert am 02.08.2017Lesedauer: 2 Min.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hält am vergangenen Sonntag in Caracas die Ergebnisse der umstrittenen Wahl für eine Verfassungsgebende Versammlung in der Hand.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hält am vergangenen Sonntag in Caracas die Ergebnisse der umstrittenen Wahl für eine Verfassungsgebende Versammlung in der Hand. (Quelle: Prensa Miraflores/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Das Wahlergebnis für eine verfassungsgebende Versammlung in Venezuela am vergangenen Sonntag ist angeblich manipuliert worden. Das behauptet die Firma aus London, die dem Land in Südamerika seit Jahren die Technik für Wahlcomputer liefert. Auch die Opposition spricht von Betrug.

Die Zahl der abgegebenen Stimmen sei erheblich niedriger als von der Wahlbehörde von Venezuela angegeben, sagte der Geschäftsführer des Elektronikunternehmens Smartmatic, Antonio Mugica. Seine Firma liefert seit rund zehn Jahren die Wahlmaschinen für Venezuela.

Die Geräte seien für ihre "Robustheit" international bekannt, sagte Mugica. Deshalb wisse die Firma "zweifelsfrei, dass die Beteiligung an der Wahl der verfassunggebenden Versammlung manipuliert wurde."

Wahlbehörde nennt andere Zahlen

Die Differenz zwischen der tatsächlichen Zahl der abgegebenen Stimmen und der offiziellen Wahlbeteiligung betrage geschätzt "mindestens eine Million" Stimmen, teilte der Smartmatic-Chef mit.

19,4 Millionen Venezuelaner waren aufgerufen, am Sonntag über eine umstrittene verfassungsgebende Versammlung in Caracas abzustimmen. Ein Oppositionsbündnis hatte zum Boykott aufgerufen.
19,4 Millionen Venezuelaner waren aufgerufen, am Sonntag über eine umstrittene verfassungsgebende Versammlung in Caracas abzustimmen. Ein Oppositionsbündnis hatte zum Boykott aufgerufen. (Quelle: Presidencia Miraflores/dpa-bilder)

Rund 8,1 Millionen Bürger hatten sich laut Wahlbehörde an der Wahl der 545 Mitglieder der verfassungsgebende Versammlung beteiligt. Das entsprach einer Beteiligung von 41,53 Prozent, wie die Chefin der Wahlbehörde, Tibisay Lucena, verkündete. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro erklärte, dass er die 545 Mitglieder am Mittwoch vereidigen wolle.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Simone Thomalla: Sie war am Mittwochabend zu Gast bei der Tribute-to-Bambi-Gala in Berlin.
Busenblitzer bei Simone Thomalla auf dem roten Teppich

Opposition boykottiert Wahlprozess

Die Opposition hatte die Wahl boykottiert und teilte mit, es hätten nur rund 2,5 Millionen Menschen abgestimmt. Das wären rund 4,6 Millionen Menschen weniger als die Wahlbehörde behauptet.

Anti-Regierungs-Demonstranten in Caracas bei einer Mahnwache zu Ehren von Opfern, die bei Straßenschlachten gestorben waren.
Anti-Regierungs-Demonstranten in Caracas bei einer Mahnwache zu Ehren von Opfern, die bei Straßenschlachten gestorben waren. (Quelle: Ariana Cubillos/ap-bilder)

Smartmatic bestätigte Angaben der venezolanischen Opposition. Sie kündigte für Donnerstag einen neuen Protestmarsch an. Der "Marsch gegen den Betrug" soll mit der ersten Sitzung der umstrittenen verfassunggebenden Versammlung zusammenfallen.

Maduro will Parlament ersetzen

Venezuelas Präsident Nicolás hatte die Wahl zur verfassunggebenden Versammlung am Sonntag abhalten lassen – trotz massiver Proteste im Inland und Ausland. Nach Maduros Willen soll die Versammlung das Parlament ersetzen und eine neue Verfassung ausarbeiten. Ziel: Das Land aus einer politischen und wirtschaftlichen Krise führen, die seit Monaten anhält. Gegner von Maduro werfen dem Präsidenten vor, er wolle diktatorische Vollmachten an sich reißen.

Demonstranten stoßen Ende Juli in Caracas mit Einsatzkräften der Polizei zusammen. Grund: Ein Machtkampf zwischen dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro und der Opposition.
Demonstranten stoßen Ende Juli in Caracas mit Einsatzkräften der Polizei zusammen. Grund: Ein Machtkampf zwischen dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro und der Opposition. (Quelle: Rayner Pena/dpa-bilder)

Seit Anfang April wird Venezuela von Unruhen erschüttert. Die konservative Opposition kämpft für die Absetzung Maduros. Bei Auseinandersetzungen wurden bislang mehr als 120 Menschen getötet, allein zehn am Rande der Wahl am Sonntag.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Marc von Lüpke-Schwarz
Von Marc von Lüpke und Florian Harms
LondonNicolas MaduroPolizeiVenezuelaWahlergebnis
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website