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Türkei: Erdogan "tröstet" kleines Mädchen: "Soldaten weinen nicht"

Erdogan "tröstet" kleines Mädchen  

"Wenn es als Märtyrer fällt, ist alles bereit"

26.02.2018, 14:52 Uhr | dpa, df

Türkei: Erdogan "tröstet" kleines Mädchen: "Soldaten weinen nicht" . Der türkische Staatspräsident posiert mit Kindern: Recep Tayyip Erdogan verteidigte bei einem Treffen seiner Partei AKP die Afrin-Offensive in Syrien. (Quelle: AP/dpa/Kayhan Özer/Pool Photo)

Der türkische Staatspräsident posiert mit Kindern: Recep Tayyip Erdogan verteidigte bei einem Treffen seiner Partei AKP die Afrin-Offensive in Syrien. (Quelle: Kayhan Özer/Pool Photo/AP/dpa)

Bei einem Auftritt des türkischen Präsidenten weint ein kleines Mädchen. Erdogan, der gerade den Einsatz der Türkei in Syrien rechtfertigt, findet seltsame Worte des Trostes.

Eine Rede, bei der der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ein weinendes Mädchen in Soldatenuniform zurechtweist, hat für Aufregung gesorgt. Erdogan hatte bei einer Veranstaltung in der Provinz Kahramanmaras in Anatolien das Mädchen aus dem Publikum auf die Bühne geholt und ermahnte sie, dass Soldaten nicht weinten.

Er küsste das Kind auf die Wange, tätschelte es und sagte dann an die Menge gerichtet: "Wenn es als Märtyrer fällt, werden sie es auch – so Gott will – mit der Fahne zudecken. Es ist alles bereit". Dann beugte Erdogan sich zu dem Mädchen und sagte: "Nicht?", küsste es erneut und schickte es von der Bühne. Der Sarg gefallener Soldaten wird beim Begräbnis in der Regel mit einer türkischen Flagge bedeckt.

Präsident mit kleinem Mädchen: Erdogan versuchte bei der AKP-Veranstaltung das Kind in Soldatenuniform zu trösten. (Quelle: AP/dpa/Murat Cetinmuhurdar/Pool Presidential Press Service)Präsident mit kleinem Mädchen: Erdogan versuchte bei der AKP-Veranstaltung das Kind in Soldatenuniform zu trösten. (Quelle: AP/dpa/Murat Cetinmuhurdar/Pool Presidential Press Service)

Die Türkei hatte am 20. Januar eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien begonnen. Die islamisch-konservative Regierungspartei setzt dabei auch auf nationalistische Gefühle. Auch viele Gegner Erdogans befürworten den Militäreinsatz, bei dem bisher 33 türkische Soldaten getötet wurden.

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