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Puerto Rico: Massenprotest gegen Gouverneur – Hauptstadt lahmgelegt

Massenproteste gegen Gouverneur  

Demonstranten legen Hauptstadt von Puerto Rico lahm

23.07.2019, 03:46 Uhr | dpa

Puerto Rico: Massenprotest gegen Gouverneur – Hauptstadt lahmgelegt. Eine Demonstrantin in Puerto Rico: Erneut sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen. (Quelle: AP/dpa/Dennis M. Rivera Pichardo)

Eine Demonstrantin in Puerto Rico: Erneut sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen. (Quelle: Dennis M. Rivera Pichardo/AP/dpa)

Puerto Ricos Gouverneur hat es sich mit der Bevölkerung verscherzt. In San Juan demonstrierten Hunderttausende Menschen – und forderten Ricardo Rossellós Rücktritt. Er selbst zeigt sich bisher wenig beeindruckt.

Am elften Tag von Protesten gegen die Regierung von Puerto Rico haben Hunderttausende Menschen die Hauptstadt San Juan lahmgelegt. Die Demonstranten blockierten am Montag eine Autobahn, zahlreiche Geschäfte und Büros blieben geschlossen. Es war die bisher größte Demonstration, um den Rücktritt von Gouverneur Ricardo Rosselló zu fordern.

Erneut waren prominente Puerto Ricaner dabei, darunter die Musiker Ricky Martin, Bad Bunny und Residente sowie der frühere Boxweltmeister Félix Trinidad. Manche Beobachter sprachen von der wohl größten Demonstration in der Geschichte des Karibikarchipels, in dem rund 3,2 Millionen Menschen leben.

Puerto Rico: Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Gouverneur Ricardo Rosselló. (Quelle: AP/dpa/Carlos Giusti)Puerto Rico: Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Gouverneur Ricardo Rosselló. (Quelle: Carlos Giusti/AP/dpa)

Korruptionsskandal in der Regierung

Auslöser der Proteste waren ein Korruptionsskandal in der Regierung sowie die Veröffentlichung von Nachrichten einer privaten Chat-Gruppe zwischen Rosselló und elf Vertrauten, in denen sie sich abschätzig über mehrere Personen äußerten. Nach Meinung vieler waren manche der Bemerkungen frauen- und schwulenfeindlich sowie respektlos gegenüber den zahlreichen Opfern des verheerenden Hurrikans María von 2017.

Auch in anderen Teilen des US-Außengebiets, das seit Jahren in einer schweren Finanzkrise steckt, sowie in den USA und auch einigen europäischen Städten, gab es bereits Demonstrationen gegen Rosselló. Prominente US-Politiker wie Bernie Sanders und führende Angehörige von Rossellós eigener Partei schlossen sich den Rücktrittsforderungen an. US-Präsident Donald Trump nannte Rosselló am Montag einen fürchterlichen Gouverneur.



Mehrere Regierungsangehörige – darunter der Vizegouverneur, der auch Mitglied der Chat-Gruppe war – zogen Konsequenzen und räumten inzwischen ihre Posten. Rosselló lehnt einen Rücktritt bisher ab. Er erklärte allerdings am Sonntag in einer Fernsehansprache, bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr nicht mehr anzutreten. Er trat zudem als Chef seiner Neuen Progressiven Partei (PNP) zurück. Der 40 Jahre alte Rosselló regiert seit 2016. Er ist der Sohn eines früheren Gouverneurs.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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