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Nigeria: Islamisten töten mehr als 60 Menschen

Hunderte verletzt  

Islamisten töten mehr als 60 Menschen in Nigeria

14.06.2020, 11:17 Uhr | rtr

Nigeria: Islamisten töten mehr als 60 Menschen . Polizisten in Nigeria: Immer wieder kommt es in dem afrikanischen Land zu Ausschreitungen. (Quelle: Reuters/Afolabi Sotunde)

Polizisten in Nigeria: Immer wieder kommt es in dem afrikanischen Land zu Ausschreitungen. (Quelle: Afolabi Sotunde/Reuters)

Etwa drei Stunden lang ziehen marodierende Islamisten durch eine Region in Nigeria. Sie töten mehr als 60 Menschen und zünden Gebäude an. Sie warnten Einheimische mit Flugblättern vor der Zusammenarbeit mit internationalen Hilfsorganisationen. 

Bei zwei Angriffen im Nordosten Nigerias haben Islamisten Augenzeugen zufolge mehr als 60 Menschen getötet. In Monguno hätten die Angreifer die Regierungstruppen überrannt und mindestens 20 Soldaten getötet, wie Einwohner und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen am Samstag mitteilten. Hunderte Zivilisten seien verletzt worden, das örtliche Krankenhaus sei von der Vielzahl an Verletzten überlastet worden.

Gebäude niedergebrannt

Die Angreifer seien rund drei Stunden marodierend umher gezogen, hätten ein UN-Verteilzentrum für Hilfsgüter sowie eine Polizeistation niedergebrannt und auf Flugblättern die Einwohner vor einer Zusammenarbeit mit internationalen Hilfsorganisationen und dem Militär gewarnt. Etwa zeitgleich seien bei einem Angriff im Bezirk Nganzai mehr als 40 Zivilisten getötet worden.

Erst vor wenigen Tagen hatten Extremisten bei einem Angriff auf ein Dorf in der nahe gelegenen Region Gubio mindestens 69 Menschen umgebracht. Zu allen drei Angriffen bekannte sich die Extremisten-Gruppe Islamischer Staat West Afrika Provinz (ISWAP). Sie hat sich 2016 von der radikal-islamischen Boko Haram abgespalten, die auch immer wieder Anschläge in der Region verübt. Im Kampf der beiden Gruppen für einen eigenen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias wurden Tausende Menschen getötet und Millionen Menschen vertrieben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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