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Belarus: Mindestens 250 Festnahmen bei Protesten gegen Lukaschenko


Nach Winterpause
Mindestens 250 Festnahmen bei Protesten in Belarus

Von dpa
Aktualisiert am 28.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Polizisten in Minsk: Erneut sind Proteste in Belarus ausgeufert.Vergr├Â├čern des BildesPolizisten in Minsk: Erneut sind Proteste in Belarus ausgeufert. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
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Belarus kommt nicht zur Ruhe: Erneut hat es Demonstrationen gegen Lukaschenko gegeben, Hunderte sind festgenommen worden. Medien bezeichnen die Festnahmen als wahllos.

Bei neuen Protestaktionen in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko sind Menschenrechtlern zufolge mindestens 245 Menschen festgenommen worden. Nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna vom Sonntag gab es die meisten Festnahmen in der Hauptstadt Minsk. Die Beh├Ârden hatten zuvor noch von mehr als 100 Festgenommenen gesprochen. Die Opposition hatte f├╝r Samstag gr├Â├čere Proteste angek├╝ndigt.

Fotos und Videos zeigten, dass Menschen nur in kleineren Gruppen oder allein auf den Stra├čen unterwegs waren. Die Opposition schrieb im Nachrichtenkanal Telegram, dass es nicht gelungen sei, viele Menschen zu mobilisieren. Die Polizei war vor allem in Minsk mit einem gro├čen Aufgebot vor Ort. Zu sehen waren viele Gefangenentransporter. Medien berichteten von wahllosen Festnahmen auf Stra├čen und Pl├Ątzen.

Protestpause im Winter

├ťber den Winter hatte es keine gr├Â├čeren Protestaktionen mehr gegeben ÔÇô auch aus Angst vor Polizei-Gewalt. Erst am Donnerstag gingen zum sogenannten Tag der Freiheit erstmals wieder Hunderte Menschen gegen Lukaschenko auf die Stra├če. Die Beh├Ârden sprachen von mehr als 200 Festnahmen. Ermittelt wurde danach zudem gegen Autofahrer, die aus Solidarit├Ąt mit den Demonstranten auf der Stra├če gehupt hatten.

Nach der weithin als gef├Ąlscht geltenden Pr├Ąsidentenwahl am 9. August hatten Hunderttausende Menschen den R├╝cktritt Lukaschenkos und Neuwahlen gefordert. Die Polizei ging brutal gegen Demonstranten vor und nahm Zehntausende fest. Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Staatschef hatte sich nach 26 Jahren an der Macht erneut zum Sieger erkl├Ąren lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Pr├Ąsidenten an. Er st├╝tzt sich auf Russland als Verb├╝ndeten.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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