Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Belarus: Mindestens 250 Festnahmen bei Protesten gegen Lukaschenko

Nach Winterpause  

Mindestens 250 Festnahmen bei Protesten in Belarus

28.03.2021, 11:14 Uhr | dpa

Belarus: Mindestens 250 Festnahmen bei Protesten gegen Lukaschenko. Polizisten in Minsk: Erneut sind Proteste in Belarus ausgeufert. (Quelle: imago images/ ITAR-TASS)

Polizisten in Minsk: Erneut sind Proteste in Belarus ausgeufert. (Quelle: ITAR-TASS/imago images)

Belarus kommt nicht zur Ruhe: Erneut hat es Demonstrationen gegen Lukaschenko gegeben, Hunderte sind festgenommen worden. Medien bezeichnen die Festnahmen als wahllos.

Bei neuen Protestaktionen in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko sind Menschenrechtlern zufolge mindestens 245 Menschen festgenommen worden. Nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna vom Sonntag gab es die meisten Festnahmen in der Hauptstadt Minsk. Die Behörden hatten zuvor noch von mehr als 100 Festgenommenen gesprochen. Die Opposition hatte für Samstag größere Proteste angekündigt.

Fotos und Videos zeigten, dass Menschen nur in kleineren Gruppen oder allein auf den Straßen unterwegs waren. Die Opposition schrieb im Nachrichtenkanal Telegram, dass es nicht gelungen sei, viele Menschen zu mobilisieren. Die Polizei war vor allem in Minsk mit einem großen Aufgebot vor Ort. Zu sehen waren viele Gefangenentransporter. Medien berichteten von wahllosen Festnahmen auf Straßen und Plätzen.

Protestpause im Winter

Über den Winter hatte es keine größeren Protestaktionen mehr gegeben – auch aus Angst vor Polizei-Gewalt. Erst am Donnerstag gingen zum sogenannten Tag der Freiheit erstmals wieder Hunderte Menschen gegen Lukaschenko auf die Straße. Die Behörden sprachen von mehr als 200 Festnahmen. Ermittelt wurde danach zudem gegen Autofahrer, die aus Solidarität mit den Demonstranten auf der Straße gehupt hatten.

Nach der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl am 9. August hatten Hunderttausende Menschen den Rücktritt Lukaschenkos und Neuwahlen gefordert. Die Polizei ging brutal gegen Demonstranten vor und nahm Zehntausende fest. Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Staatschef hatte sich nach 26 Jahren an der Macht erneut zum Sieger erklären lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Er stützt sich auf Russland als Verbündeten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal