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Tödlicher Anschlag in Istanbul – Türkei gibt PKK die Schuld

Von afp, dpa, te

Aktualisiert am 14.11.2022Lesedauer: 3 Min.
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Ein Polizist räumt die Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal: Dort kam es am Sonntag zu einer verheerenden Explosion. (Quelle: Can Ozer/AP/dpa)
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Bei einer Explosion in einer Einkaufsstraße in Istanbul gab es Tote und Verletzte. Der türkische Präsident Erdoğan sprach von einem Anschlag.

Bei einem Anschlag im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul sind nach offiziellen Angaben mindestens sechs Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden. Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay sprach am Abend von einem "Terroranschlag" auf der belebten Einkaufsstraße Istiklal. Videoaufnahmen zeigten, wie eine Verdächtige etwa 40 Minuten lang auf einer Bank sitze und wenige Minuten vor der Explosion aufstehe, sagte Justizminister Bekir Bozdag. Die Identität der Frau sei noch nicht geklärt.

Der türkische Innenminister Suleyman Soylu hat die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich gemacht. "Nach unseren Erkenntnissen ist die Terrororganisation PKK verantwortlich", sagte Soylu am Montagmorgen laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu und örtlichen Fernsehsendern. Die Person, die die Bombe deponiert habe, sei festgenommen worden.

Die Explosion trug sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan zufolge um 16.20 Uhr Ortszeit zu. Er sprach von einem "hinterhältigen Anschlag" auf die Metropole, in der rund 16 Millionen Menschen leben. Oktay zufolge kamen vier Menschen noch vor Ort ums Leben. Unter den Toten seien auch ein Ministeriumsmitarbeiter und seine Tochter, schrieb Familienministerin Derya Yanik am Abend auf Twitter. 39 der 81 Verletzten seien mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden, twitterte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Von den 42 Personen, die noch behandelt wurden, befanden sich demnach fünf auf der Intensivstation, zwei von ihnen galten als schwer verletzt.

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Auf nicht verifizierten Aufnahmen, die über die sozialen Medien verbreitet wurden, war ein Feuerball inmitten der belebten Straße zu sehen. Andere ebenfalls zunächst nicht verifizierte Bilder zeigten mit Blut überströmte Menschen, die reglos auf dem Boden lagen. Ein Kellner in einem Restaurant in der Nähe des Anschlagsorts berichtete, er habe einen lauten Knall gehört und Menschen wegrennen sehen.

Unter anderem Bundesaußenministerin Annalena Baerbock drückte ihr Mitgefühl aus. "Furchtbare Bilder kommen aus Istanbul", erklärte die Grünen-Politikerin über Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Menschen, die einfach nur an einem Sonntag auf der Einkaufsstraße Istiklal flanieren wollten und nun Opfer einer schweren Explosion wurden." Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre, verurteilte die "Gewalttat". "Wir stehen im Kampf gegen Terrorismus Seite an Seite mit unserem Nato-Verbündeten Türkei", erklärte sie weiter für das Weiße Haus.

Die Einkaufsstraße Istiklal ist ein touristischer Hotspot im Zentrum des europäischen Teils der türkischen Metropole, auf der auch am Sonntag häufig großes Gedränge herrscht. Ob Deutsche oder Angehörige anderer Nationen unter den Opfern waren, war zunächst unklar.

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Vorläufige Nachrichtensperre für türkische Medien

Rettungskräfte und Polizei waren nach der Explosion in großer Zahl vor Ort im Einsatz, berichtete der staatliche Sender TRT. Gegen Abend wurden den Berichten einer dpa-Reporterin nach nur Journalisten von staatlichen oder staatsnahen Medien auf die Istiklal gelassen.

In türkischen Medien wurde die Berichterstattung zu dem Anschlag größtenteils eingestellt. Die Rundfunkbehörde Rtük verhängte eine vorläufige Nachrichtensperre für Medien. Berichte über die Explosion sollten vermieden werden, um nicht für Angst und Panik in der Bevölkerung zu sorgen, hieß es in dem Schreiben am Nachmittag. Nur Interviews mit Ministern wurden noch ausgestrahlt, Erdoğan war am Abend in den Flieger zur G20-Konferenz großer Wirtschaftsmächte auf der indonesischen Insel Bali gestiegen.

Die Behörde für Informationstechnologie und Kommunikation (BTK) reduzierte am Abend Berichten zufolge zudem die Bandbreite für Social-Media-Plattformen. Für Nutzer bedeutete das, dass Seiten deutlich langsamer oder nur noch via VPN erreichbar waren. Der Anwalt Kerem Altiparmak twitterte dazu: "Die ganze Welt spricht über die Bombe, die in der Türkei explodiert ist, außer der Türkei."

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In der Türkei ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Anschlägen gekommen – auch im Zentrum Istanbuls. 2016 hatte sich etwa ein Selbstmordattentäter auf der Istiklal in die Luft gesprengt und vier Menschen getötet, 39 weitere wurden verletzt. Nach Angaben der türkischen Regierung hatte der Attentäter Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Gruppe selbst bekannte sich damals nicht zu der Tat. Rund zwei Millionen Menschen laufen offiziellen Angaben täglich über die Istiklal.

Im selben Jahr waren bei einem Selbstmordattentat des IS im historischen Zentrum Istanbuls zwölf Deutsche getötet worden. Auch die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verübt immer wieder Anschläge in der Türkei. Terroranschläge hatten sich in der Vergangenheit besonders vor Wahlen gemehrt. In der Türkei soll im Juni 2023 gewählt werden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur AFP
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