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"Kein Chaos": Trump stellt Kelly vor und lobt sich selbst

"Kein Chaos im Weißen Haus"  

Trump stellt Stabschef vor und lobt sich selbst

31.07.2017, 20:26 Uhr | AP, pdi

"Kein Chaos": Trump stellt Kelly vor und lobt sich selbst. US-Präsident Donald Trump spricht bei der Vorstellung von Stabschef Kelly mit Medienvertretern. (Quelle: dpa)

US-Präsident Donald Trump spricht bei der Vorstellung von Stabschef Kelly mit Medienvertretern. (Quelle: dpa)

Pressesprecher weg, Stabschef gefeuert, der Justizminister ein Wackelkandidat: Im Kabinett von US-Präsident Trump rumorte es in den vergangenen Wochen gewaltig. Jetzt soll Ex-General Kelly wieder Ordnung bringen. Aber kann er Trump in Zaum halten?

Nach turbulenten Wochen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump den Ex-General John Kelly als seinen neuen Stabschef vereidigt. Er sei sich sicher, der frühere Heimatschutzminister werde auf seinem neuen Posten fantastische Arbeit leisten, so Trump. Der Stabschef im Weißen Haus ist eine Art Büroleiter, der unter anderem die Termine des Präsidenten koordiniert und damit auch Einfluss darauf hat, wer zu Trump vorgelassen wird und wer nicht.

Neuer Stabschef des Weißen Hauses John Kelly (Quelle: dpa)Neuer Stabschef des Weißen Hauses John Kelly (Quelle: dpa)

Der Amtsantritt von Kelly wird als Versuch eines Neuanfangs im Weißen Haus gewertet. Die internen Querelen der vergangenen Wochen hatten unter anderem den bisherigen Stabschef Reince Priebus und Trump-Sprecher Sean Spicer ihre Ämter gekostet. Die beiden galten als Verbündete im Weißen Haus und Gegner des neuen Kommunikationsdirektors Anthony Scaramucci. Der hatte Priebus vergangene Woche massiv attackiert und im Machtkampf im Weißen Haus letztlich die Oberhand behalten. Trump entließ seinen Stabschef am Freitag. Auch Justizminister Jeff Sessions ist beim Präsidenten zuletzt in Ungnade gefallen.

Alles nach Plan

Trotz dieser Querelen läuft Trump zufolge im Weißen Haus alles nach Plan. "Höchster Aktienmarkt jemals, beste Wirtschaftszahlen seit Jahren, niedrigste Arbeitslosenzahlen seit 17 Jahren, steigende Gehälter, Grenze sicher, S.C.: Kein Chaos im WH!", schrieb Trump auf Twitter. Mit S.C. bezog er sich offenbar auf die Besetzung von Neil Gorsuch als Richter am Obersten Gerichtshof, dem Supreme Court.

Tatsächlich lag das Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr im Durchschnitt bei zwei Prozent - ein Wert, den Trump im Wahlkampf noch als zu gering bezeichnet hatte. Der Dow Jones hatte noch unter Trumps Vorgänger Barack Obama einen neuen Rekordwert verzeichnet und war seither weiter gestiegen. Auch die Arbeitslosenrate war noch unter Obama gesunken. Die Gehälter sind in diesem Jahr zudem nur mäßig gestiegen.

"Dafür hat ihn das amerikanische Volk gewählt"

Gemeinsam mit Kelly hielt der Präsident gleich nach der Vereidigung die erste Kabinettssitzung ab. Sein Team werde hart arbeiten und sein Versprechen "Make America Great Again" auch wahr machen, sagte der Präsident. Gegenüber von Trump saß in der Sitzung Justizminister Sessions.

Kelly, ein ehemaliger General der Marineinfanterie, soll ein Stück weit militärische Disziplin ins Weiße Haus bringen. Allerdings ist fraglich, ob er die Twitter-Eskapaden des Präsidenten wird eindämmen können. Trumps früherer Wahlkampfmanager Cory Lewandowski sagte dem Sender NBC, der Präsident werde seinen Stil wohl nicht ändern: "Ich sage, man muss Trump einfach Trump sein lassen. Damit war er die letzten 30 Jahre erfolgreich. Dafür hat ihn das amerikanische Volk gewählt."

Neben dem Machtkampf im Weißen Haus muss Trump auch auf eine Reihe außenpolitischer Herausforderungen reagieren, unter anderem den jüngsten nordkoreanischen Test einer Interkontinentalrakete. Das werde er auf die Reihe kriegen, sagte Trump vor Beginn der Kabinettssitzung. Ins Detail ging er nicht.

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