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Corona in den USA: Trump ärgert sich über Kritik an seinem Golfplatzbesuch

Corona-Krise in den USA  

Trump ärgert sich über Kritik an seinem Golfplatzbesuch

26.05.2020, 11:29 Uhr | AFP

Für diesen Auftritt wird Trump heftig kritisiert

Die USA verzeichnen mittlerweile 1,6 Millionen Corona-Infektionen. Präsident Donald Trump ging am Wochenende dennoch golfen. Dafür wurde er in US-Medien scharf kritisiert. (Quelle: t-online.de)

Aufnahmen verraten pikantes Detail: Für diesen Golf-Ausflug in der Corona-Krise wird US-Präsident Donald Trump derzeit scharf kritisiert. (Quelle: t-online.de)


Während sich die Zahl der Corona-Toten in den USA der 100.000-Marke nähert, spielt Präsident Trump Golf. Das kritisierten mehrere US-Medien scharf. Doch Trump holt zum Gegenschlag aus. 

Mit wütenden Gegenangriffen auf die Medien hat sich US-Präsident Donald Trump gegen die Kritik an seinem Golfplatz-Besuch vom vergangenen Wochenende gewehrt. Die "völlig korrupten 'Fake News' lassen es wie eine Todsünde klingen", schrieb Trump am Montag im Online-Dienst Twitter. Sie seien "krank vor Hass und Verlogenheit".

Trump hatte am Wochenende erstmals seit März wieder Golf gespielt, während sich gleichzeitig die Zahl der Corona-Toten der Marke von 100.000 näherte. Das hatte in den sozialen Netzwerken und bei vielen Medien für empörte Reaktionen gesorgt. Sie erinnerten zudem an Trumps eigene frühere Angriffe auf seinen Vorgänger Barack Obama, weil dieser während des Ebola-Ausbruchs 2014 Golf gespielt hatte. Aufnahmen von Trumps Golf-Ausflug verraten zudem ein pikantes Detail, wie Sie oben oder hier im Video sehen.

Trump sagte damals, Obama sende damit "das falsche Signal": Ein Präsident sollte für ein paar Jahre auf das Golfspielen verzichten und sich auf den "Job konzentrieren", fügte er hinzu.

"Ich wusste, dass dies kommen würde", reagierte Trump auf die Kritik: "Was sie nicht sagen, ist, dass es mein erstes Golfspiel seit fast drei Monaten war; aber selbst wenn ich drei Jahre warten würde, würden sie ihre üblichen Hiebe gegen mich austeilen."

Donald Trump: Der US-Präsident lässt sich die Partie Golf nicht entgehen – trotz Coronavirus. (Quelle: Reuters/Tom Brenner)Donald Trump: Der US-Präsident lässt sich die Partie Golf nicht entgehen – trotz Coronavirus. (Quelle: Tom Brenner/Reuters)

Trump bekommt Rückendeckung von Obamas Ex-Berater

Unerwartete Unterstützung erhielt Trump von Obamas früherem Berater David Axelrod. Er verteidige den Präsidenten nicht oft, aber eine Runde Golf missgönne er ihm nicht, erklärte der Politikkommentator auf Twitter. "Abgesehen davon: Es verschafft dem Rest von uns eine Atempause von diesen verrückten Tweets."

Trumps damalige Angriffe auf Obama seien zwar "scheinheilig" gewesen, fuhr Axelrod fort. Aber ebenso scheinheilig seien diejenigen, die damals Obama verteidigt hätten und nun Trump angriffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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