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Corona-Krise in den USA: Ausländische Studenten sollen doch bleiben können

Ausländische Studenten in den USA  

Trump-Regierung zieht angedrohten Visa-Entzug zurück

15.07.2020, 07:47 Uhr | AFP

Corona-Krise in den USA: Ausländische Studenten sollen doch bleiben können. Zwei Studenten verlassen Harvard: Die US-Regierung will ausländische Studenten doch nicht ausweisen. (Quelle: imago images)

Zwei Studenten verlassen Harvard: Die US-Regierung will ausländische Studenten doch nicht ausweisen. (Quelle: imago images)

Die Pläne sorgten für einen Sturm der Entrüstung: Wegen der Corona-Pandemie sollten Tausende ausländische Studenten aus den USA ausgewiesen werden. Nun hat die Regierung das Vorhaben doch aufgegeben.

Die US-Regierung will nun doch keine ausländischen Studenten ausweisen, die wegen der Coronavirus-Pandemie nur an Online-Kursen teilnehmen können. Die Regierung ziehe ihre Pläne für eine Aberkennung von Studentenvisa zurück, sagte Bundesrichterin Allison Burroughs am Dienstag. Gegen das umstrittene Vorhaben der Regierung von Präsident Donald Trump waren mehrere Universitäten und Bundesstaaten vor Gericht gezogen.

Die US-Einwanderungsbehörde hatte vergangene Woche erklärt, ausländische Studenten mit einem Visum des Typs F1 oder M1 dürften nicht in den USA bleiben, wenn sie vom Herbst an nur an Online-Kursen ihrer Hochschulen teilnehmen. Sie müssten das Land verlassen oder an eine Universität wechseln, an der Präsenz-Unterricht stattfinde. Den Studenten drohe andernfalls ein Abschiebeverfahren.

Die Pläne sorgten für einen Sturm der Entrüstung. Die Eliteuniversitäten Harvard und Massachusetts Institute of Technology (MIT) zogen gegen das Vorhaben der Regierung vor Gericht. Eine Reihe von Bundesstaaten und weiteren Hochschulen schlossen sich der Klage an.

Ein Druckmittel, um Universitäten zum Öffnen zu drängen?

Wegen der Coronavirus-Pandemie haben viele Universitäten in den USA ihre Kurse ins Internet verlegt. Wie es im neuen Semester ab Herbst weitergehen soll, haben die meisten Hochschulen noch nicht entschieden. Einige renommierte Hochschulen wie die Harvard-Universität haben jedoch bereits angekündigt, auch nach den Sommerferien mit einem reinen Online-Lehrplan fortfahren zu wollen.

Beobachter hatten die geplante Visums-Regelverschärfung als einen Versuch der Trump-Regierung gewertet, die Universitäten zu einer Rückkehr zum normalen Unterricht zu drängen. Trump selbst hat die Pläne von Harvard für Online-Unterricht als "lächerlich" bezeichnet. Die traditionsreiche Hochschule solle sich "schämen".

Der US-Präsident drängt inmitten der Coronavirus-Pandemie zu einer raschen Rückkehr zur Normalität – obwohl die USA derzeit einen rapiden Anstieg der Infektionszahlen erleben. Derzeit werden Tag für Tag zehntausende neue Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in den USA bereits rund 3,4 Millionen Infektionen und mehr als 136.000 Todesfälle bestätigt. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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