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Corona-Herbst: Karl Lauterbach will "keine Angstkampagne"


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Lauterbach: Länder sollen Corona-Regeln verschärfen

Von dpa, reuters, t-online
Aktualisiert am 14.10.2022Lesedauer: 3 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:221014-911-003753
Karl Lauterbach (SPD): Der Bundesgesundheitsminister stellt die neue Corona-Kampagne der Bundesregierung vor. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)
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Angesichts der steigenden Infektionszahlen mahnt der Gesundheitsminister: Mit leichten Verschärfungen ließe sich jetzt die Pandemie gut bekämpfen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat an die Bundesländer appelliert, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen. "Die Richtung, in der wir unterwegs sind, ist keine gute", stellte Lauterbach bei einer Pressekonferenz in Berlin angesichts der aktuellen Corona-Lage fest.

Es sei sinnvoll, die Coronaregeln leicht zu verschärfen: "Es ist jetzt wirklich Zeit." Im Moment könne man die Pandemie gut eindämmen, indem man vermehrt Masken in Innenräumen trägt. Lauterbach betonte, man werde alles daransetzen, dass die Covid-Pandemie "im Hintergrund bleibt". Denn man befinde sich aktuell aufgrund des Ukraine-Kriegs ohnehin schon in "schweren Zeiten".

Aktuell sei von einer hohen Dunkelziffer bei den Neuinfektionen auszugehen: "Ich glaube, dass die Zahlen, die wir haben, zuverlässig sind, aber nicht vollständig", sagte der SPD-Politiker. Es gebe eine Untererfassung bei Menschen, die einen positiven Schnelltest nicht durch einen PCR-Test bestätigen ließen. "Daher rechnen wir mit einer Dunkelziffer, dass die Gesamtzahl drei bis vier Mal so hoch ist wie das, was wir jetzt auswerten. Und das bedeutet, dass wir derzeit möglicherweise nicht also 100.000 neue Fälle haben, sondern, wenn man alle Fälle zählen würde, bis zu 400.000 Fälle."

Nationaler Notstand kein Thema

Lauterbach machte deutlich, dass die Pandemie "nie beendet" war. Allerdings habe man mittlerweile vier Möglichkeiten, sich ausreichend vor dem Virus zu schützen: Zum einen sei in ausreichender Menge Impfstoff vorhanden, auch gegen die Omikron-Variante BA.5, die aktuell das Infektionsgeschehen dominiere. Darüber hinaus seien ausreichende Mengen des Medikamentes Paxlovid vorhanden. Zusätzlich habe man bessere Corona-Daten, etwa durch die Analyse von Abwasser.

Als vierten Schutzmechanismus nannte der Gesundheitsminister das neue Infektionsschutzgesetz, das den Bundesländern jederzeit ermögliche, Corona-Maßnahmen zu verschärfen, etwa durch die Einführung einer Maskenpflicht in Innenräumen. Die Ausrufung eines erneuten nationalen Notstands, damit der Bund wieder mehr Kompetenzen in der Pandemiebekämpfung erhält, schloss Lauterbach aus. Die aktuelle Lage sei auch so beherrschbar, dass eine solche Maßnahme nicht zu begründen sei.

Neue Kampagne "Ich schütze mich"

Unter dem Motto "Ich schütze mich" stellte der Gesundheitsminister eine neue Corona-Kampagne der Bundesregierung vor: Dabei sollen 84 Bundesbürger ihre eigene Geschichte mit dem Coronavirus erzählen. Es gebe lustige und "nicht so lustige" Motive in der Kampagne. Geplant sind Veröffentlichungen in allen Medien. Verantwortlich für die Kampagne war die Werbeagentur von Raphael Brinkert, der auch am Bundestagswahlkampf von Bundeskanzler Olaf Scholz beteiligt war. Insgesamt habe die Kampagne mehr als 30 Millionen Euro gekostet.

Sie soll für Impfungen, aber etwa auch für Rücksicht und Masken werben. Es sei "keine Angstkampagne", sagte der Minister. "Es geht darum, dass wir als Gemeinschaft zusammenhalten."

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Karl Lauterbach mit Plakaten der Kampagne "Ich schütze mich": Die Kampagne soll motivierten, sich gegen das Coronavirus zu schützen. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Auf der Pressekonferenz war neben Lauterbach auch die Autorin Margarete Stokowski anwesend. Die 36-jährige Autorin erkrankte im vergangenen Januar trotz drei Impfungen an Corona und kämpft bis heute mit Long Covid: "Mein akuter Verlauf war einigermaßen mild – und danach wurde ich nicht mehr gesund." Seitdem leide sie unter anderem unter Kopfschmerzen und großer Müdigkeit. Sie habe mittlerweile Glück, dass sie von einem Arzt behandelt werde, der Long Covid ernst nehme, was nicht immer der Fall sei. An der Kampagne habe sie aufgrund der Einschränkungen durch ihre Erkrankung nicht teilgenommen.

"Keine absolute Sicherheit"

Stokowski kritisierte, dass Long Covid aus ihrer Sicht bisher noch immer zu wenig erforscht sei. Sie habe das Glück, dass sie verschiedene kostspielige Behandlungsmethoden ausprobieren konnte. Das könne aber nicht jeder. Die Autorin warb dennoch für die Impfung: Sie wisse nämlich nicht, was passiert wäre, wenn sie ungeimpft erkrankt wäre.

Lauterbach betonte, dass die Impfung das Risiko einer Long-Covid-Erkrankung reduziert. Zusätzlich würden die aktuellen Impfstoffe dafür sorgen, dass das Infektionsrisiko gesenkt werde. "Das ist keine absolute Sicherheit", schränkte der Gesundheitsminister allerdings ein. Der beste Schutz sei zusätzlich das Tragen von Masken.

Zur aktuellen Festnahme einer Verdächtigen, die seine Entführung geplant haben soll, wollte sich der Politiker nicht äußern. Er dankte stattdessen den Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA), die den Minister schützen. Direkte Konsequenzen werde Lauterbach aus den Vorfällen nicht ziehen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa und Reuters
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Lindner hofft auf bundesweites Ende der Maskenpflicht
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