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Corona-Krise: China hebt Quarantäne-Pflicht für Einreisende auf


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China hebt Quarantäne-Pflicht für Einreisende auf

Von afp, t-online
Aktualisiert am 27.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Mobile Fieber-Klinik in Huai’an: Nach dem Ende der strikten Corona-Maßnahmen bahnt sich in China eine Corona-Katastrophe an.
Mobile Fieber-Klinik in Huai’an: Nach dem Ende der strikten Corona-Maßnahmen bahnt sich in China eine Corona-Katastrophe an. (Quelle: cnsphoto/Reuters)
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Nach dem Ende der Null-Covid-Politik explodieren in China die Corona-Zahlen. Ungeachtet dessen folgt nun die nächste Kehrtwende, die viele Chinesen freuen dürfte.

Bei der Einreise nach China gilt ab dem 8. Januar keine Quarantäne-Pflicht mehr. Reisende müssen dann nur noch einen höchstens 48 Stunden alten negativen Coronatest vorlegen, wie die Nationale Gesundheitskommission am Montagabend mitteilte. Die Ankündigung dürfte von der Bevölkerung mit großer Begeisterung aufgenommen werden, da Heimatbesuche von im Ausland lebenden Chinesen während der Pandemie kaum möglich waren.

China ist die einzige große Volkswirtschaft weltweit, die weiterhin eine Quarantäne bei der Einreise verlangte. Dies traf vor allem den Tourismus, auch wenn die Dauer der Quarantäne in den vergangenen Monaten bereits verkürzt worden war. Nachdem lange Zeit eine dreiwöchige Quarantäne vorgeschrieben war, wurde sie im Juni auf zehn Tage verkürzt. Aktuell ist eine fünftägige Quarantäne in einem Hotel vorgeschrieben.

Xi: neue Situation, neue Aufgaben

Präsident Xi Jinping verlangte jedoch am Montag wirksame Schritte zum Schutz der Bevölkerung. "Gegenwärtig stehen Covid-19-Vorbeugung und -Kontrolle in China vor einer neuen Situation und neuen Aufgaben", erklärte Xi nach Angaben des staatlichen Senders CCTV in einer Richtlinie.

Die "patriotische Gesundheitskampagne" solle gezielter starten, fuhr der Präsident fort. Ein solider "Schutzwall" in Pandemieprävention und -kontrolle müsse befestigt und das "Leben, die Gesundheit und die Sicherheit" der Menschen "wirksam geschützt werden".

Coronazahlen steigen rasant

Es waren die ersten Äußerungen Xis seitdem die Volksrepublik nach landesweiten Protesten Anfang Dezember überraschend das Ende der umstrittenen Null-Covid-Politik eingeläutet hatte. Seither breitet sich das Coronavirus in China rasant aus, das Land erlebt den weltweit höchsten Anstieg an Infektionen. Schätzungen in Studien zufolge könnten in den kommenden Monaten etwa eine Million Menschen sterben.

Teilweise sind Medikamente knapp und Krankenhäuser überfüllt. Auch Krematorien und Bestattungsinstitute haben wegen steigender Totenzahlen offenbar Probleme. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Krematoriumsmitarbeiter sprachen von ungewöhnlich hohen Zahlen einzuäschernder Leichen.

Behörden veröffentlichen keine tagesaktuellen Daten mehr

Am Sonntag stellte China die Veröffentlichung täglicher Corona-Daten ein. Die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle werde nicht mehr täglich bekannt gegeben, teilte die nationale Gesundheitskommission mit. Eine Begründung dafür nannte sie nicht.

Wegen des Endes der Testpflicht ist es nach Behördenangaben inzwischen allerdings unmöglich, die Zahl der Corona-Fälle abzuschätzen. Die Behörden haben zudem die medizinische Definition von Corona-Todesfällen eingegrenzt, damit fällt die Zahl der Corona-Toten laut Beobachtern niedriger aus als sie tatsächlich ist. Offiziell wurden seit Aufhebung der Corona-Maßnahmen nur sechs Corona-Todesfälle gemeldet.

Medien zitierten aber am Wochenende den Chef der Gesundheitsbehörde der ostchinesischen Stadt Qingdao, der von täglich fast einer halben Million Infizierter sprach. In der Küstenprovinz Zhejiang überstiegen die täglichen Neuinfektionen laut den Gesundheitsbehörden jüngst die Marke von einer Million. Auch in der Hauptstadt Peking sprachen die offiziellen Stellen von "einer großen Anzahl infizierter Menschen".

Die Infektionswelle kommt vor den chinesischen Neujahrsfeiern im kommenden Monat, für die Millionen Wanderarbeiter in ihre Heimatorte zurückkehren. Behörden bereiten sich darauf vor, dass das Virus unterversorgte ländliche Gegenden hart treffen wird. Sie forderten, die Versorgung mit Arzneimitteln und medizinischer Behandlung am Neujahrstag und während der Neujahrsferien ab dem 21. Januar sicherzustellen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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