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Fischsterben an der Oder: Eine Expertengruppe, zwei Ergebnisse?


Eine Expertengruppe, zwei unterschiedliche Ergebnisse?


23.09.2022Lesedauer: 1 Min.
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Tote Fische an der Oder: Tonnenweise Kadaver wurden geborgen. Die Ursache soll in einer Expertengruppe geklärt werden. (Quelle: IMAGO/Christian Thiel)

Eine deutsch-polnische Expertengruppe geht der Ursache des Fischsterbens in der Oder nach. Doch auf einen Befund können sie sich möglicherweise nicht einigen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rechnet mit zwei unterschiedlichen Abschlussberichten der deutsch-polnischen Expertengruppe zur Vergiftung der Oder. "Ich wäre nicht überrascht, wenn Ende des Monats zwei Berichte mit unterschiedlichen Darstellungen vorliegen", sagte Sascha Maier, BUND-Referent für Gewässerpolitik, t-online. "Äußerungen von Mitgliedern der polnischen Regierung deuten darauf hin, dass von einer menschlichen Ursache als Auslöser abgelenkt werden soll."

Nach dem massenhaften Fischsterben im Fluss hatten deutsche und polnische Behörden eine gemeinsame Expertengruppe gebildet, um der Ursache nachzugehen. Ergebnisse werden für Ende September erwartet. Bislang weisen Untersuchungen auf eine giftige Algenblüte hin, die durch Dürre und hohen Salzgehalt des Wassers verursacht wurde. Unterschiedliche Ansichten gibt es zur Ursache der Salzkonzentration. Bundesumweltministerium und das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei gehen davon aus, dass in Polen massiv Salzlake eingeleitet wurde. Polnische Regierungsvertreter bezweifeln das.

"Ich gehe davon aus, dass der Bewertungsbericht für das Bundesumweltministerium die industriellen Einleitungen als Ursache benennen wird", sagte Maier t-online. "Das muss aber nicht heißen, dass sich dies in einem gemeinsamen deutsch-polnischen Bericht so wiederfinden wird." Bereits in der Vergangenheit habe es beispielsweise keinen Konsens zwischen Deutschland und Polen gegeben, wie der Grenzabschnitt der Oder gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu bewerten ist.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
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  • Johannes Bebermeier
Von Johannes Bebermeier

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