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Evangelischer Kirchentag: Unterstützung für Angela Merkel durch Obama

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Diskussion beim Kirchentag  

Bei den Buhrufen stellt sich Obama hinter Merkel

26.05.2017, 13:40 Uhr | dpa, cwe

Evangelischer Kirchentag: Unterstützung für Angela Merkel durch Obama. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-US-Präsident Barack Obama diskutieren über Demokratie. (Quelle: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-US-Präsident Barack Obama diskutieren über Demokratie. (Quelle: dpa)

Gemeinsam mit Angela Merkel ist Barack Obama beim Evangelischen Kirchentag in Berlin aufgetreten. Als die Bundeskanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik ausgebuht wurde, stellte sich der frühere US-Präsident demonstrativ hinter Merkel.

Obama warb bei dem gemeinsamen Auftritt um Verständnis für die Entscheidungen, die Merkel in der Flüchtlingspolitik zu treffen hat. Das "Ringen" zwischen humanitärer Verpflichtung und staatspolitischer Verantwortung kenne er aus seiner eigenen Amtszeit.

"In den Augen Gottes verdient das Kind auf der anderen Seite der Grenze nicht weniger Liebe und Mitgefühl als mein eigenes Kind", sagte Obama vor dem Brandenburger Tor. Staats- und Regierungschefs von Nationalstaaten müssten aber auch rechtliche Zwänge, die Verantwortung für die Bürger und begrenzte Ressourcen berücksichtigen.

Buhrufe für Angela Merkel

Merkel war zuvor von Teilen des Publikums ausgebuht worden, weil sie erklärt hatte, dass bisweilen auch die Abschiebung von in Gemeinden integrierten Flüchtlingen notwendig sei, wenn diese keinen Schutzstatus erhielten. "Ich glaube, das gehört zu den sehr, sehr schwierigen Themen, das ist überhaupt keine Frage", sagte die Kanzlerin. "Wir versuchen, sachgerechte Lösungen zu finden."

Wichtig seien zügige Asylentscheidungen, bevor die Flüchtlinge in die Städte und Gemeinde kommen. Migranten ohne Asylanspruch müssten "schneller nach Hause" geschickt werden. "Ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt mache", sagte Merkel. "Aber ich sage, dass wir auch aufpassen müssen, dass wir wirklich denen helfen, die unsere Hilfe brauchen."

Barack Obama und Angela Merkel beim Evangelischen Kirchentag in Berlin. (Quelle: dpa)Barack Obama und Angela Merkel beim Evangelischen Kirchentag in Berlin. (Quelle: dpa)

Begeisterter Empfang für Obama

Der Berlin-Besuch ist Obamas zweite offizielle Auslandsreise nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus vor vier Monaten. Anfang Mai hatte er an einer Ernährungskonferenz in Mailand teilgenommen. Während seiner Amtszeit war der 44. Präsident der Vereinigten Staaten insgesamt sechs Mal nach Deutschland gekommen - zuletzt zu seinem Abschiedsbesuch Mitte November in Berlin.

Obama wurde am Donnerstag mit langem Applaus und Jubelrufen empfangen. "Guten Tag", begrüßte der Ex-Präsident die Menge auf Deutsch. Nach Kirchentagsangaben waren etwa 70.000 Besucher gekommen. Er sich freue sich, wieder in Berlin zu sein - nicht nur, weil er die Stadt liebe, sondern auch "weil einer meiner Lieblingspartner meiner Präsidentschaft neben mir sitzt". Merkel habe "herausragende Arbeit" geleistet.

"Schlacht" um die Demokratie

Auf seine eigene Amtszeit angesprochen sagte Obama, er sei "sehr stolz" auf seine Arbeit. Als Beispiel nannte er seine Gesundheitsreform, die 20 Millionen Menschen eine Krankenversicherung gegeben habe. Mit Blick auf die Bemühungen der Republikaner unter seinem Nachfolger Donald Trump, die Reform zurückzunehmen, fügte er hinzu: "Etwas von dem Fortschritt, den wir gemacht habe, ist nun in Gefahr."

Obama rief dazu auf, sich gegen Fremdenhass, Nationalismus und Intoleranz einzusetzen. Es sei das Wichtigste, sich hinter die Werte zu stellen, die "uns am wichtigsten sind" und sich gegen jene zu stellen, die diese Werte zurückdrängten.

Tausende Menschen verfolgen die Veranstaltung am Brandenburger Tor in Berlin. (Quelle: dpa)Tausende Menschen verfolgen die Veranstaltung am Brandenburger Tor in Berlin. (Quelle: dpa)

"Ich denke, das ist eine wichtige Schlacht, die wir austragen müssen", sagte Obama bei einer Diskussionsrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Brandenburger Tor. Er betonte zudem seine Hoffnung in die junge Generation. "Es hängt alles von jungen Menschen ab, wie hier heute in Berlin - und deshalb möchte ich auch mein Wissen weitergeben", sagte er weiter.

Er hoffe, junge Menschen dazu motivieren zu können, Führungsaufgaben zu übernehmen und sich den Herausforderungen der Welt zu stellen. Sie hätten heute Zugang zu Informationen und Chancen, die undenkbar gewesen seien, als er und Merkel geboren worden seien, so Obama.

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