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Deutschland-Umfrage: Diese Themen sind den Deutschen besonders wichtig


Diese Themen sind den Deutschen besonders wichtig

  • David Ruch
Von David Ruch

Aktualisiert am 27.06.2019Lesedauer: 4 Min.
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Klimaaktivisten stürmen den Braunkohle-Tagebau in Garzweiler: Das Thema Klima- und Umweltschutz wird von den Deutschen laut einer exklusiven Umfrage von t-online.de als zweitwichtigstes Thema eingeschätzt.
Klimaaktivisten stürmen den Braunkohle-Tagebau in Garzweiler: Das Thema Klima- und Umweltschutz wird von den Deutschen laut einer exklusiven Umfrage von t-online.de als zweitwichtigstes Thema eingeschätzt. (Quelle: Christian Mang/imago-images-bilder)
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Die politische Landschaft in Deutschland ist im Wandel. Im Kielwasser der Klimaproteste hat das Interesse für den Umweltschutz massiv zugenommen. Ein anderes bislang dominierendes Thema fällt dagegen ab.

Als 2018 der Mord an Susanna F. und die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Freiburg für Schlagzeilen sorgten, als der Tod von Daniel H. in Chemnitz von Neonazis angefachte fremdenfeindliche Ausschreitungen nach sich zog, war die sogenannte Flüchtlingskriminalität ein beherrschendes Thema in Politik und Medien. In Talkshows wurden die Grenzen der Integrationsfähigkeit Deutschlands verhandelt. Die Politik zog die Daumenschrauben bei Asylbewerbern an.

Auch im Deutschland-Puls von t-online.de schlug sich das nieder. Doch inzwischen hat sich das Meinungsbild teils deutlich gewandelt, wie eine Langzeit-Auswertung zeigt. War zu Beginn des Jahres noch Migration und Integration für die Bundesbürger der Politikbereich mit dem größten Handlungsbedarf, hat nun Rente und Soziales die höchste Priorität. Angeschoben von den "Fridays for Future"-Protesten hat der Klimaschutz massiv aufgeholt. Geblieben sind die großen Zweifel vieler Menschen, ob die Politik die Probleme in den Griff bekommt.

In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey erhebt t-online.de regelmäßig den Deutschland-Puls, um die Stimmung im Land einzufangen und Trends zu dokumentieren. Aktuell bewerten die meisten Befragten die Gesundheitsvorsorge und die soziale Absicherung als wichtigstes Thema, 25 Prozent sehen das so. Auf Platz zwei folgt Umwelt- und Klimaschutz mit knapp 23 Prozent, danach erst das Thema Migration/Integration mit gut 22 Prozent.

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Klimaschutz gewinnt an Bedeutung

Im Januar bot sich noch ein anderes Bild. In der Asyl- und Flüchtlingsfrage sahen 31 Prozent den größten Handlungsbedarf, knapp 29 Prozent im Gesundheits- und Sozialsystem. Klimaschutz war lediglich gut 13 Prozent der Befragten besonders wichtig – der Wert hat sich also seither fast verdoppelt.

Auf dem gleichen Niveau verharrten die Themen Innere Sicherheit sowie Außen- und Europapolitik, die mit rund 10 bzw. gut sechs Prozent im Bereich der Werte des Januars lagen. Leicht an Bedeutung gewonnen hat der Komplex Wirtschaft und Arbeitsmarkt, der nach knapp fünf Prozent zu Jahresbeginn nun über acht Prozent der Befragten sehr wichtig ist.

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Allerdings fallen die Ergebnisse je nach Altersgruppe zum Teil ganz unterschiedlich aus. Für die 18- bis 29-Jährigen, denen der Umweltschutz im Deutschland-Puls immer überdurchschnittlich wichtig war, steht dieses Thema nun mit großem Abstand an erster Stelle (ca. 37 Prozent). Auch bei den 30- bis 39-Jährigen liegt es aktuell an Platz eins. In den Altersgruppen ab 40 Jahren hat das Themenfeld Rente und Soziales den Bereich Migration und Integration an der Spitze abgelöst. Auch hier ist jedoch zu beobachten, dass der Klimaschutz teils deutlich an Wertschätzung gewonnen hat.

Parteianhänger setzen unterschiedliche Prioritäten

Auch beim Blick auf die Anhänger der verschiedenen Parteien zeigen sich teils gravierende Unterschiede. Für Grünen-Wähler hat wenig überraschend der Komplex Klima und Umwelt höchste Priorität (etwa 60 Prozent) – mit wachsendem Abstand. Allerdings werden auch für Anhänger von SPD (ca. 26 Prozent) und Linken (gut 30 Prozent) ökologische Fragen immer bedeutsamer. Für sie besteht nach wie vor im Bereich Rente und Soziales der größte Handlungsbedarf (41 bzw. 44 Prozent).

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Für Unterstützer der Union, besonders aber auch der FDP bleiben Migration und Integration ganz zentrale Politikfelder (rund 21 bzw. gut 26 Prozent). Ihnen sind auch die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt (Union: 17 Prozent; FDP: knapp 17 Prozent ) sowie die Innere Sicherheit (15 bzw. gut 12 Prozent) überaus wichtige Anliegen. Deutlich aus dem Rahmen fällt die AfD, deren Anhängern nur ein Thema wirklich wichtig war und ist: Integration und Migration mit einem aktuellen Wert von 63 Prozent. Klima- und Umweltschutz ist nicht einmal einem Prozent der AfD-Unterstützer besonders wichtig.

Kaum verändert hat sich im langfristigen Trend die Bewertung der eigenen Lebenssituation. Noch immer sind rund drei Viertel der Befragten mit ihrer Lebenssituation eher bis sehr zufrieden. Weniger bis sehr unzufrieden sind rund 13 Prozent. Im Januar lagen die Werte bei etwa 75 bzw. knapp 14 Prozent.

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Ähnlich stabil fällt auch das negative Urteil der Deutschen über ihre politischen Vertreter aus. Gut drei Viertel der Befragten sprechen ihnen die Kompetenz ab, die wichtigsten Probleme im Land zu lösen. Lediglich etwa zwölf Prozent haben Vertrauen in das politische Personal. Zu Jahresbeginn vertraten gut 76 bzw. zwölf Prozent diese Ansichten.

Informationen zur Methodik

Die erste Fragestellung der Umfrage lautete konkret: "Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit Ihrem Leben aktuell?", mit den Antwortmöglichkeiten "Sehr zufrieden", "Eher zufrieden", "Unentschieden", "Eher unzufrieden" und "Sehr unzufrieden". Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das Gesamtergebnis die Antworten von 10.064 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Befragten vom 1. Januar bis 26. Juni 2019.

Die zweite Fragestellung der Umfrage lautete konkret: "Wie gut ist die deutsche Politik aktuell in der Lage, die wichtigsten Probleme im Land zu lösen?", mit den Antwortmöglichkeiten "Sehr gut", "Eher gut“, "Unentschieden", "Eher schlecht" und "Sehr schlecht". Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das Gesamtergebnis die Antworten von 10.088 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Befragten vom 1. Januar bis 26. Juni 2019.

Die dritte Fragestellung der Umfrage lautete konkret: "In welchem Politikbereich sehen Sie aktuell den größten Handlungsbedarf?" mit den Antwortmöglichkeiten "Wirtschaft/Arbeitsplätze", "Innere Sicherheit", "Migration/Integration“,"Umwelt-/Klimaschutz", "Gesundheit/Rente/Sozialsysteme", "Außenpolitik/Europa", "In einem anderen" und "Weiß nicht". Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das Gesamtergebnis die Antworten von 10.090 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Befragten vom 1. Januar bis 26. Juni 2019.

Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte. Alle Teilnehmer haben u.a. Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert und verifiziert. Civey korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren.

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