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Fridays for Future zum Klimapaket: "Kein Durchbruch, sondern ein Skandal"

Fridays for Future zu Klimapaket  

"Das ist heute kein Durchbruch, das ist ein Skandal"

20.09.2019, 14:03 Uhr | jmt, t-online.de

 (Quelle: Twitter)
Klimakrise: So sehen die Proteste und Streiks in Deutschland und weltweit aus

Seit mehr als 17 Stunden wird verhandelt: Heute stellt die Bundesregierung ihre Maßnahmen gegen die Klimakrise vor. Daneben werden Tausende Menschen zu Protesten erwartet. (Quelle: t-online.de)

Klimakrise: So sehen die Proteste und Streiks in Deutschland und weltweit aus. (Quelle: t-online.de)


Eine Mitorganisatorin von Fridays for Future Deutschland nennt die Beschlüsse der Regierung einen Skandal. Derzeit demonstrieren Hunderttausende in Deutschland für wirksame Maßnahmen. 

Nach der Einigung der großen Koalition auf ein Klimaschutzpaket reagiert eine Organisatorin der deutschlandweiten Klimastreiks empört auf die beschlossenen Maßnahmen. "Während Hunderttausende klimastreiken, einigt sich die [große Koalition] anscheinend auf einen Deal, der in Ambitionen & Wirksamkeit jenseits des politisch und technisch Machbaren liegt", schrieb die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer im Kurzbotschaftendienst Twitter. "So wird Paris scheitern. Das ist heute kein Durchbruch, das ist ein Skandal."

Der von den Koalitionsspitzen vereinbarte Betrag für eine Bepreisung des klimaschädlichen CO2 in Höhe von angeblich 26 Euro pro Tonne sei "ein Schlag ins Gesicht aller, die in dieser Stunde zu Hunderttausenden in [Deutschland] für echten Klimaschutz auf die Straßen strömen", schrieb der offizielle Twitter-Account von Fridays for Future. Wenig später stellte sich heraus, dass der CO2-Preis laut Vereinbarung sogar nur 10 Euro pro Tonne beträgt. 
 

 
Die Koalitionsspitzen von Union und SPD hatten zuvor eine Einigung in ihren Verhandlungen über mehr Klimaschutz erzielt. In Deutschland wird demnach künftig ein CO2-Preis Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern. Der Start der Bepreisung des klimaschädlichen Kohlendioxids soll 2021 beginnen, auf einem niedrigen Einstiegsniveau.
 

 
Zeitgleich zu den Verhandlungen des Klimakabinetts gehen derzeit in vielen deutschen Städten Menschen auf die Straße um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Nach derzeitigem Stand sind es in Berlin nach Angaben der Organisatoren mehr als 270.000 Menschen, in Hamburg etwa 100.000. Von 70.000 Teilnehmern war in Köln die Rede. In Bremen und in München gingen mehr als 30.000 Menschen auf die Straße, in Freiburg und Münster zwischen 20.000 und 25.000. In Frankfurt am Main waren es 12.500, in Kiel rund 10.000.

Verwendete Quellen:
  • Luisa Neubaer auf Twitter
  • mit Material der Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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