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Rundfunkgebühren: ZDF weist ARD-Kritik entschlossen zurück

Aufteilung des Rundfunkbeitrags  

ARD und ZDF streiten ums Geld

31.12.2019, 09:26 Uhr | dpa

Das ist der Rundfunkbeitrag

Jeden Monat 17,50 Euro. Und das auch, wenn ich ARD und ZDF gar nicht gucken möchte? Seit 2013 wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland über den Rundfunkbeitrag finanziert. Wer warum wie viel zahlt und welche Kritik es gibt, erklären wir hier. (Quelle: t-online.de)

Noch sind es jeden Monat 17,50 Euro: Was mit dem umstrittenen Rundfunkbeitrag passiert. (Quelle: t-online.de)


Bei der Verteilung der Rundfunkgebühren stehen Änderungen an. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm kritisiert eine drohende "Unwucht" zugunsten des ZDF. Dort zeigt man sich überrascht.

Die Befürchtung der ARD einer "Umverteilung" des Rundfunkbeitrags zugunsten von ZDF und Deutschlandradio kann ZDF-Intendant Thomas Bellut nicht teilen. "Ich finde das sehr überraschend und kann den Angriff nicht nachvollziehen", sagte der 64-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Das deckt sich nicht mit dem, was ich weiß. Ich bin gespannt, was die KEF am Ende dazu sagen wird."

Die KEF ist die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. Sie gibt als unabhängiges Gremium eine Empfehlung ab, wie hoch der Rundfunkbeitrag ab 2021 für vier Jahre ausfallen sollte.

ARD sieht regionale Inhalte gefährdet

In einem vorläufigen Entwurf ist von 18,36 Euro die Rede – bislang liegt der monatliche Beitrag bei 17,50 Euro. Die abschließende KEF-Empfehlung wird Anfang 2020 erwartet. Am Ende entscheiden die Länder über die Höhe des Beitrags. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit ARD, ZDF und Deutschlandradio (Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova) ist der Rundfunkbeitrag die Haupteinnahmequelle.

Mitte Dezember hatte der zum Jahreswechsel scheidende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm gesagt: "Der KEF-Bericht schafft eine Unwucht. Er schlägt eine Umverteilung von Finanzmitteln zu ZDF und Deutschlandradio vor, die in diesen vier Jahren finanziell besser ausgestattet werden als die ARD." Der prozentuale Anteil der ARD werde sinken. "Eine Folge wird sein, dass die regionalen Inhalte der föderalen ARD stärker unter Druck stehen werden."

Bellut betonte im dpa-Interview: "Es hat in der Vergangenheit schon immer mal kleinere Veränderungen bei der Verteilung gegeben. Aber die sind eine Folge von Berechnungen der KEF, die sehr präzise die Aufgaben und Ausgaben der Sender betrachtet und Wirtschaftlichkeitspotenziale einbezieht."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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