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Grüne: Sven-Christian Kindler will aus der Politik aussteigen


"Das ist nicht gerecht"
Grünen-Abgeordneter will aus der Politik aussteigen

Von dpa, sic

09.04.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 144365949Vergrößern des BildesSven-Christian Kindler spricht im Bundestag (Archivbild): "Eine gleichberechtigte Elternschaft und Spitzenpolitik sind nicht vereinbar", so der Grünen-Politiker. (Quelle: Christoph Hardt via www.imago-images.de/imago)
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Der Politikbetrieb setze eine "Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit" voraus, sagt Sven-Christian Kindler. Das entspreche nicht seinen eigenen Ansprüchen als zweifacher Vater.

Der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler will bei der Wahl im kommenden Jahr nicht erneut für den Bundestag kandidieren. Der 39-Jährige begründete das in einem Gespräch mit dem "Spiegel" vor allem mit den Belastungen der Spitzenpolitik für ihn als Vater von zwei Kindern. "Eine gleichberechtigte Elternschaft und Spitzenpolitik sind nicht vereinbar. Und das entspricht nicht meinen eigenen Ansprüchen. Ich will das in Zukunft besser machen."

Kindler sagte, er werde dann 16 Jahre dem Bundestag angehört haben. "Es war eine spannende Zeit, eine große Ehre, aber irgendwann ist auch mal gut." Kindler ist haushaltspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion.


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"Das viele Hin und Her zwischen Berlin und meinem Wahlkreis in Hannover schmerzt mich. Selbst wenn ich zu Hause bin, bin ich in Gedanken zu häufig bei der Arbeit. Der Arbeitsumfang ist groß, man muss mitunter rund um die Uhr erreichbar sein", sagte Kindler. Zwar versuche er sich für seine beiden Kinder ausreichend Zeit zu nehmen, "aber den Großteil der Care-Arbeit trägt meine Frau. Das ist nicht gerecht".

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"Wichtig wären politikfreie Zeiten"

Bis zum Ende der Legislaturperiode will Kindler noch im Bundestag bleiben. Über seine Pläne für die Zeit danach sagte er: "Ich kenne mich mit Zahlen, mit Menschen, mit Macht aus. Ich möchte meine Erfahrung weiterhin für soziale und ökologische Ziele einbringen. Wo und wie? Mal sehen."

Kindler machte auch Vorschläge, wie seiner Meinung nach der Alltag für Abgeordnete mit Kindern erleichtert werden könnte. Der Politikbetrieb setze eine "Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit" voraus, so der Grünen-Politiker. "Wichtig wären politikfreie Zeiten, an die sich alle halten." Er schlug vor, dass nachts und an Wochenenden keine Verhandlungen stattfinden sollten. Auch eine Elternzeit für Abgeordnete wäre seiner Ansicht nach "ein Anfang".

Sein Umfeld habe ihm manchmal zu verstehen gegeben, dass er "abgekämpft" wirke, erzählte Kindler. "Ich habe dann immer versucht, mir Freiräume zu nehmen, einen Schritt zurückzutreten."

Verwendete Quellen
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