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Brüssel-Anschlag: Salafisten in Deutschland festgenommen

Nach Anschlägen in Brüssel  

Salafist im Raum Düsseldorf festgenommen

25.03.2016, 14:43 Uhr | dpa, t-online.de

Brüssel-Anschlag: Salafisten in Deutschland festgenommen. Razzia gegen Salafisten in Düsseldorf. (Quelle: AP/dpa)

Razzia gegen Salafisten in Düsseldorf. (Quelle: AP/dpa)

Die Attentäter von Brüssel hatten offenbar Verbindungen nach Deutschland. Nach Angaben des "Spiegel" wurde im Raum Düsseldorf ein Salafist festgenommen. In der Gegend von Gießen wurde ein Mann aufgegriffen, der verdächtige SMS auf dem Handy hatte. 

Samir E. wurde am Donnerstagabend von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei im Düsseldorfer Stadtteil Bilk festgenommen. Nach "Spiegel"-Informationen ist er den Behörden in Nordrhein-Westfalen als Salafist bekannt. Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte, dass gegen den am Donnerstag festgenommenen Mann unter anderem "wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" ermittelt werde.

E. sei ebenso wie der Brüsseler U-Bahn-Attentäter Khalid El Bakraoui im Sommer 2015 von türkischen Behörden im Grenzgebiet zu Syrien aufgegriffen worden. Beide Männer wurden verdächtigt, dort für Islamisten kämpfen zu wollen. Sie wurden im selben Flugzeug nach Amsterdam abgeschoben - dem Startpunkt ihrer Reise. 

Laut Informationen der "WAZ" ist der 28-Jährige polizeibekannt und wegen Eigentumsdelikten zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Die habe er noch nicht angetreten, weil sein Anwalt Revision eingelegt hat. Laut "WAZ" erfolgte die Festnahme, weil gegen E. ein weiteres Verfahren läuft. Die Ermittler wollen jetzt die Verbindung von E. und Bakraoui unter die Lupe nehmen. Anhaltspunkte für einen möglichen Anschlag in der Region habe die Staatsanwaltschaft nicht, so die "WAZ" weiter.

Verdächtige SMS

Bereits am Mittwochabend wurde laut "Spiegel" im Raum Gießen ein Mann aufgegriffen, der zwei verdächtige SMS vom Tag der Brüsseler Anschläge auf seinem Telefon gehabt haben soll. Eine davon enthalte den Namen von Khalid El Bakraoui. Eine weitere Nachricht bestehe nur aus dem französischen Wort "fin" (deutsch: Ende) und sei gesendet worden drei Minuten bevor sich Bakraoui in die Luft sprengte.

Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben von SWR und RBB um einen 28 Jahre alten Marokkaner, der 2014 in Deutschland Asyl beantragt hatte, aber abgelehnt wurde. Er fiel der Polizei bei einer routinemäßigen Überprüfung am Bahnhof in Gießen auf. Dabei stellten die Beamten fest, dass der Mann nicht in den Schengen-Raum einreisen durfte. Dennoch war er in Deutschland und Italien straffällig geworden.

Krankenhausaufenthalt am Tag von Abdeslams Festnahme

Außerdem entdeckten die Beamten Belege über die Aufnahme in ein Krankenhaus - und zwar am 18. März 2016. Das war der Tag, an dem Salah Abdeslam, der mutmaßliche Drahtzieher der Paris-Attentate, in Brüssel festgenommen wurde.

Bei den Anschlägen auf den Flughafen und die U-Bahn in Brüssel waren am Dienstagmorgen 31 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Auch in Brüssel hatte es am Donnerstagabend in Verbindung damit weitere Festnahmen gegeben.

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