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Großrazzia in Hessen: Verhafteter soll zu Tunis-Attentätern gehören


Verhafteter soll zu Tunis-Attentätern gehören

Von dpa
Aktualisiert am 01.02.2017Lesedauer: 2 Min.
Durchsuchungen wegen Terrorverdachts in ganz Hessen.Vergrößern des BildesDurchsuchungen wegen Terrorverdachts in ganz Hessen. (Quelle: dpa-bilder)
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Terrorverdacht in Hessen: Bei einer Razzia in mehreren Großstädten wurden dutzende Objekte durchsucht. Ein 36-jähriger Tunesier Verdächtiger wurde festgenommen. Der Mann soll beim Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunesien 2015 beteiligt gewesen sein.

Gegen den Tunesier wurde bereits in der vergangenen Woche Haftbefehl erlassen und nun vollstreckt. Er soll als Anwerber und Schleuser für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) tätig gewesen sein. Nun habe er ein Terrornetzwerk aufbauen wollen.

Gegen den 36-Jährigen wird in seinem Heimatland "wegen der mutmaßlichen Beteiligung an der Planung und Umsetzung" des Angriffs auf das Bardo-Museum im März 2015 ermittelt. Damals töteten Terroristen 24 Menschen. Auch im Zusammenhang mit einem Angriff auf die Grenzstadt Ben Guerdane im März 2016, bei dem 13 Sicherheitskräfte und sieben Zivilisten getötet wurden, werde der Mann gesucht.

Der Verdächtige saß deshalb zwischenzeitlich in Deutschland schon in Auslieferungshaft. Weil bis zum Ende der Frist die tunesischen Behörden nicht die vollständigen Auslieferungsunterlagen vorgelegt hätten, sei der Mann am 4. November 2016 aus der Haft entlassen worden und von da an bis zu seiner Festnahme rund um die Uhr observiert worden.

Die Polizei hat neben der Festnahme des Mannes 54 Objekte in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt und mehreren Landkreisen durchsucht, teilte die Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Schwerpunkt der Razzia war Frankfurt: hier wurden 33 Objekte durchsucht.

"Mit den Maßnahmen senden wir eine deutliche Botschaft an die radikalen Islamisten in Hessen: Wir haben die Szene fest im Blick", teilte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) mit. "Wir dulden in unserem Land keine verblendeten Fanatiker, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit Hassbotschaften verbreiten und zum Kampf gegen Andersgläubige aufrufen."

Anschläge waren noch in früher Planung

Die groß angelegte Razzia ist von den Ermittlungsbehörden vier Monate lang vorbereitet worden. 150 Beamte waren in dieser Zeit dauerhaft in die Untersuchungen eingebunden, wie der Sprecher des Landeskriminalamtes sagte. Polizei und Generalstaatsanwaltschaft hätten nicht nur gegen Einzelne wie den festgenommenen Hauptbeschuldigten ermitteln wollen, sondern gegen das gesamte Netzwerk.

Die Durchsuchungen richteten sich nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft gegen 16 Beschuldigte zwischen 16 und 46 Jahren. Nach Angaben des Ministeriums waren mehr als 1100 Polizeibeamte an den Durchsuchungen beteiligt.

Es habe kein konkretes Anschlagsziel gegeben, sagte ein Sprecher der Landespolizei. Die Planung sei noch in einer frühen Phase gewesen. Durchsucht wurden unter anderem Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt wollen in einer Pressekonferenz am Vormittag Details zu den Ermittlungen bekannt geben.

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