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Anschlag von Berliner: BND hält offenbar brisantes Video von Attentäter zurück

Weihnachtsmarkt-Attentäter  

BND hält offenbar brisantes Video von Anis Amri zurück

03.10.2019, 14:21 Uhr | dpa

Breitscheidplatz: Jahrestag Berlin-Anschlag (Bildquelle: Fabrizio Bensch/ Reuters)
Zweiter Jahrestag: Das passierte damals beim Breitscheidplatz-Anschlag

Hier fand der Anschlag am Breitscheidplatz statt und so lief er ab: Unser Video gibt einen Überblick. (Quelle: t-online.de)

Protokoll: So lief der Terroranschlag am Breitscheidplatz in Berlin am 19.12.2016 ab. (Quelle: t-online.de)


Der deutsche Auslandsgeheimdienst soll ein bisher unveröffentlichtes Video des Terroristen Anis Amri haben. Der BND weigert sich aber offenbar, es an die Untersuchungsausschüsse weiterzugeben.

Dem Bundesnachrichtendienst (BND) liegt nach Medienberichten ein bislang unbekanntes Video des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri vor, in dem dieser vor seiner Tat Terror ankündigte. Wie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Mittwochabend berichteten, soll der Auslandsgeheimdienst die Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) zwar im März 2017 über die Existenz der Aufnahme informiert gewesen sein. Sie hätten sich aber zugleich geweigert, das wohl mit einem Handy aufgenommene Video zu den Ermittlungsakten zu geben.

Auch die Untersuchungsausschüsse des Bundestags und verschiedener Landesparlamente, die an der Aufklärung des Falls arbeiten, hätten es offenbar nicht gezeigt bekommen, hieß es. Den Medien zufolge gibt es keine Hinweise, dass dem BND und anderen deutschen Behörden das Amri-Video schon vor der Tat bekannt war.

Video soll von ausländischem Geheimdienst stammen

Der BND wollte sich nicht näher dazu äußern. "Zu etwaigen Erkenntnissen und zu operativen Aspekten seiner Arbeit berichtet der BND grundsätzlich nur der Bundesregierung und den zuständigen, geheim tagenden Gremien des Deutschen Bundestages", teilte ein Sprecher auf dpa-Anfrage mit.
 

 
Der BND soll das Video den Berichten zufolge von einem ausländischen Geheimdienst erhalten haben. Seine Weigerung, es weiterzugeben, wurde demnach mit der Vertraulichkeit begründet, zu der er gegenüber dem ausländischen Dienst verpflichtet sei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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