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Die Stadt ist seit dem Rechtsterror nicht mehr dieselbe

dpa, Von Romina Kempt

08.11.2019Lesedauer: 3 Min.
Ein Mann mit Kippa trauert in Halle: Der Attent├Ąter begr├╝ndete seine Tat mit antisemitischen Verschw├Ârungstheorien.
Ein Mann mit Kippa trauert in Halle: Der Attent├Ąter begr├╝ndete seine Tat mit antisemitischen Verschw├Ârungstheorien. (Quelle: Jens Meyer/ap-bilder)
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Am 9. Oktober hat ein schwer bewaffneter Mann zwei Menschen erschossen und versucht, die j├╝dische Synagoge in Halle zu st├╝rmen. Der Anschlag hat die Stadt ver├Ąndert.

Vor der Synagoge in Halle stehen Polizisten. Ein gro├čer, grauer Metallcontainer nimmt direkt vor dem j├╝dischen Gotteshaus ein gutes St├╝ck der schmalen Stra├če ein. Es ist eine neue, mobile Polizeiwache. Sie macht sp├╝rbar: Die Stadt hat sich durch den Rechtsterror ver├Ąndert.

Nicht nur die Polizeipr├Ąsenz ist neu, auch die Stadtgesellschaft ist eine andere. "Das Attentat vom 9. Oktober hat Halles Zivilgesellschaft stark getroffen", sagt der parteilose Oberb├╝rgermeister Bernd Wiegand. Die Menschen seien zusammenger├╝ckt. Es habe in den vergangenen vier Wochen eine Vielzahl bewegender Veranstaltungen an den Anschlagsorten ÔÇô vor der Synagoge und vor dem D├Ânerladen in der Ludwig-Wucherer-Stra├če ÔÇô aber auch auf dem Marktplatz gegeben.

"Eine Wimpelkette f├╝r Zusammenhalt"

R├╝ckblende: Vor etwa einem Monat, am 9. Oktober, schie├čt mitten in der Saale-Stadt ein schwer bewaffneter Attent├Ąter auf die verschlossene T├╝r der Synagoge. Er will das Geb├Ąude, in dem mehr als 50 Menschen das Fest Jom Kippur feiern, st├╝rmen und ein Massaker anrichten. Sein Plan scheitert, weil die T├╝r standh├Ąlt. Aber zwei zuf├Ąllige Opfer verlieren durch ihn ihr Leben. Die Polizei trifft Minuten sp├Ąter ein.

Vier Wochen sp├Ąter wehen im Herbstwind bunte Wimpel quer ├╝ber Stra├čen, B├Ąume und Z├Ąune ÔÇô wenige Hundert Meter von der Synagoge entfernt. An einem Zaun neben einer der farbenfrohen Girlanden h├Ąngt noch der Aufruf: "Macht mit! Eine Wimpelkette f├╝r Zusammenhalt." Die Schrift ist von Regen und Sonne verblichen.

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Der Oberb├╝rgermeister sagt: "Die erste Konsequenz f├╝r mich pers├Ânlich lautet: Der Kampf gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus wird sichtbar in unserer Stadt und in unserer Verwaltungsstruktur verankert." Am Donnerstag besuchte US-Au├čenminister Mike Pompeo Halle ÔÇô mit rund 240.000 Einwohnern die bev├Âlkerungsst├Ąrkste Stadt in Sachsen-Anhalt ÔÇô im Rahmen seiner Deutschland-Reise.

Deutlich mehr Polizisten

Nicht nur vor der Synagoge, ├╝berall in der Stadt sind dieser Tage deutlich mehr Polizisten unterwegs. An mehreren Orten wurden Streifenwagen und Beamte positioniert. Insbesondere sei der Schutz von j├╝dischen Einrichtungen und Moscheen erh├Âht worden, berichtet das Magdeburger Innenministerium.

Der Vorsitzende der J├╝dischen Gemeinde, Max Privorozki, steht seit dem Anschlag in regem Austausch mit den Beamten, sagt er. Noch immer sei die j├╝dische Gemeinde unter Schock. Doch die Mitglieder m├╝ssten auch darauf vertrauen, dass das Land und die Sicherheitsorgane sie k├╝nftig sch├╝tzen w├╝rden.

Die Synagogent├╝r mit den Einschussl├Âchern soll bald ausgetauscht und zu einem Gedenkort werden. Sie habe viele Menschen vermutlich vor dem sicheren Tod bewahrt, sagt Privorozki. Ein Termin steht noch nicht fest. "Sie wird aber nicht weggeschmissen."

Die Blumen verwelken langsam

Direkt vor der Synagoge, an der eine 40 Jahre alte Passantin zuf├Ąllig auf den Attent├Ąter traf und erschossen wurde, liegen noch immer Blumen als Zeichen der Anteilnahme. Auch vor dem D├Âner-Imbiss, in dem der Attent├Ąter einen 20 Jahre alten Merseburger kaltbl├╝tig t├Âtete, sind noch Beileidsbekundungen zu sehen. Etliche Blumen sind schon verwelkt. Fan-Artikel des Halleschen FC, dessen Anh├Ąnger der 20-J├Ąhrige war, h├Ąngen noch immer an einem Baum vor dem Laden.


Der 27 Jahre alte Attent├Ąter ├╝bertrug seine Taten per Helmkamera ins Netz. Nachdem er an der Synagogent├╝r scheiterte, die 40 Jahre alte Fu├čg├Ąngerin erschoss und zum D├Âner-Imbiss ging, um wahllos auf den 20-J├Ąhrigen zu schie├čen, fl├╝chtete der T├Ąter. Die Polizei konnte ihn Stunden nach dem ersten Schuss festnehmen. Er handelte aus rechtsextremistischen, antisemitischen Motiven, wie er sagte. Heute sitzt er in Untersuchungshaft in Halle.

Keine zwei Kilometer von den Anschlagsorten entfernt.

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