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Familienministerin Franziska Giffey befürchtet mehr häusliche Gewalt gegen Frauen

Wegen Rückzug ins Private  

Familienministerin befürchtet mehr häusliche Gewalt gegen Frauen

20.03.2020, 19:42 Uhr | t-online.de, TiK, job

Familienministerin Franziska Giffey befürchtet mehr häusliche Gewalt gegen Frauen. Berlin: Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend während einer Sitzung des deutschen Bundestags. (Quelle: imago images)

Berlin: Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend während einer Sitzung des deutschen Bundestags. (Quelle: imago images)

Weil sich immer mehr Menschen zu Hause isolieren, wird es mehr häusliche Gewalt gegen Frauen geben, Frauenhäuser könnten überlastet werden. Die Familienministerin appelliert an die Länder.

Wegen der Corona-Epidemie ruft die Bundesregierung die Menschen zurzeit auf, soziale Kontakt möglichst zu vermeiden. Viele bleiben jetzt ganz zu Hause, verlassen ihre Wohnungen und Häuser nur, um Einkaufen zu gehen. Es kommt zu einem Rückzug ins Privatleben, die Menschen verbringen viel mehr Zeit als sonst zusammen. 

Darunter werden bald vor allem Frauen zu leiden haben. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) ist besorgt: "Wir sind in engem Kontakt mit dem Frauenunterstützungssystem. Dort geht man davon aus, dass die Anfragen zu Schutz im Frauenhaus und die Beratungsanfragen in Beratungsstellen steigen werden."

Zustände drohen dramatisch zu werden

Zudem sagte die Sprecherin des Ministeriums: "Bislang haben wir keine gesicherten Erkenntnisse zur Entwicklung der Nachfrage nach Schutzangeboten und zu der Frage, ob und wie die Frauenhäuser während der Corona-Krise ihre Arbeit fortsetzen können", ließ Franziska Giffey über eine Sprecherin ausrichten. 

Die Zustände drohen dramatisch zu werden. Doch grundsätzlich gilt: Die Finanzierung der Frauenhäuser ist Ländersache. Zur zusätzlichen Unterstützung hat das Familienministerium bereits Anfang des Jahres ein großes Förderprogramm aufgesetzt: 30 Millionen Euro sollen jährlich von 2020 bis 2023 an die Frauenhäuser gezahlt werden. Damit soll gewährleistet werden, dass es zu einem Aus- und Umbauten möglich sind, und auch die Sanierung von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen soll so finanziert werden. 

Giffey will sich Montag äußern

Ob es zusätzliche Hilfen aufgrund der Corona-Krise für die Frauenhäuser gibt, ist noch unklar. Doch der Familienministerin dürfte klar sein, welch enorme Auswirkungen die Quarantäne und die in einigen Orten bereits durchgesetzte Ausgangssperre hat.

Für Montagnachmittag hat sie eine Pressekonferenz angekündigt, dort will sie sich zu mehreren Themen äußern, und wohl auch zur Unterbringung von Frauen, die durch die Quarantäne Gewalt erfahren. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen 

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