Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Ostermesse im Limburger Dom: Corona-Krise kann "Glücksfall der Geschichte" werden

Ostermesse im Limburger Dom  

Bätzing: Corona-Krise hat viele positive Effekte

12.04.2020, 10:22 Uhr | dpa

Ostermesse im Limburger Dom: Corona-Krise kann "Glücksfall der Geschichte" werden. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz: Bätzing sieht in der Corona-Krise auch Chancen.   (Quelle: imago images/ULMER Pressebildagentur )

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz: Bätzing sieht in der Corona-Krise auch Chancen. (Quelle: ULMER Pressebildagentur /imago images)

Die Corona-Krise könnte laut des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz auch zum "Glücksfall der Geschichte" werden – sie habe viel Gutes.

Die Corona-Krise kann nach Überzeugung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, zum "Glücksfall der Geschichte" werden. "Hoffentlich lehrt uns diese Krise, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind", sagte der Bischof am Sonntag in einer Ostermesse im Limburger Dom nach einem vorab von der DBK verbreiteten Predigttext. "Niemand, kein Volk, kein Land, keine Wirtschaft ist eine Insel. Alles hängt mit allem zusammen."

Die Krise, so schlimm sie auch sei, habe viel Gutes hervorgebracht. "So viel Freundlichkeit und Humor habe ich selten erlebt", sagte Bätzing, der Anfang März zum Nachfolger des bisherigen DBK-Vorsitzenden Reinhard Marx gewählt worden war.

"Haben in der Hand, ob wir Nähe festigen" 

"Mit so vielen bisher Unbekannten habe ich nie zuvor unterwegs gesprochen." Selten hätten andere seine guten Wünsche so gern angenommen und es ihm mit tollen Ideen gedankt. Dies gelte es unbedingt zu bewahren. "Es muss kein Traum bleiben, der bald zerplatzt", sagte Bätzing. "Wir haben es in der Hand, ob wir diese geschenkte Nähe festigen und zusammenrücken oder wieder auseinanderdriften."

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, verteidigte das geltende Verbot gemeinschaftlicher Gottesdienste. "Die Nähe der Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern, wie wir sie kennen, mit einem Ostergruß per Handschlag oder einer herzlichen Umarmung, ist zum Feind des Lebens geworden", sagte Bedford-Strohm in einer in München aufgezeichneten und im Berliner Dom eingespielten Osterpredigt. "Würden wir in diesen Tagen trotzdem daran festhalten, würden wir unsere eigene Botschaft dementieren, die ja eine Botschaft des Lebens, eine Botschaft der Liebe ist."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: