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Corona-Krise: Neue Strategie für Hotspots mit Reiseverboten und mehr Tests

Beratungen von Bund und Ländern  

Neue Hotspot-Strategie: Reiseverbote und mehr Tests

13.07.2020, 21:36 Uhr | dpa

Corona-Krise: Neue Strategie für Hotspots mit Reiseverboten und mehr Tests. Coronatests am Flughafen Gütersloh: Treten Infektionen wie im Kreis Gütersloh gehäuft auf, sollen schnell viele Menschen auf das Virus getestet werden. (Quelle: imago images/Noah Wedel)

Coronatests am Flughafen Gütersloh: Treten Infektionen wie im Kreis Gütersloh gehäuft auf, sollen schnell viele Menschen auf das Virus getestet werden. (Quelle: Noah Wedel/imago images)

Das Coronavirus ist deutschlandweit weitgehend eingedämmt, doch es gibt immer wieder regionale Ausbrüche. Die Bundesregierung will dagegen noch effektiver vorgehen.

Die Bundesregierung plant ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Video-Schalte von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer.

Ziel sei es, schneller zu reagieren, mehr zu testen, auch solle es Reisebeschränkungen geben. Hintergrund sei, dass sich die Bundesländer untereinander mehr vertrauen sollen. Zuvor hatte die "Bild" über die Schalte zwischen Braun und den Staatskanzleien der Länder berichtet.

Beratungen noch nicht abgeschlossen

Nach dpa-Informationen hat es sich um einen ergebnisoffenen Meinungsaustausch über technische Anpassungen bestehender Regelungen gehandelt, es habe keine Beschlüsse gegeben. In den nächsten Tagen dürfte es weitere Gespräche geben. Es wird aber voraussichtlich keine neue Runde zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geben.

Zuletzt hatten mehr als 1000 positiv getestete Mitarbeiter des Fleischverarbeiters Tönnies in Nordrhein-Westfalen zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt. Betroffen waren zeitweise rund 640.000 Einwohner. Mehrere Bundesländer verhängten Beherbergungsverbote für Menschen aus beiden Kreisen. Inzwischen sind die Auflagen in beiden Kreisen wieder aufgehoben.

Gericht: Lockdown für Kreis Gütersloh unverhältnismäßig

Für den Kreis Gütersloh hatte das Oberverwaltungsgericht Münster am 6. Juli die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung verfügten Einschränkungen gekippt. Das zuständige Gesundheitsministerium hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen, ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, hatte das Gericht erklärt.

Bund und Länder hatten Anfang Mai in der Corona-Krise vereinbart, dass Beschränkungen erlassen werden, wenn in einem Kreis die Anzahl der Corona-Neuinfektionen den Grenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen übersteigt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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