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Linken-Chefin Katja Kipping: Lieber Masken-Automaten statt Strafen

Lieber Masken-Automaten am Bahnsteig?  

Linken-Chefin Kipping warnt vor Strafen

09.08.2020, 07:45 Uhr | AFP

Linken-Chefin Katja Kipping: Lieber Masken-Automaten statt Strafen. Katja Kipping: Die Vorsitzende der Linkspartei warnt davor, Coronavorschriften mit mit Härte durchzusetzen. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)

Katja Kipping: Die Vorsitzende der Linkspartei warnt davor, Coronavorschriften mit mit Härte durchzusetzen. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)

Nicht jeder hält sich an die Regeln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Von Bestrafung hält Katja Kipping aber nicht viel. Die Linke-Vorsitzende befürchtet: Diese könnte auch die Falschen treffen.

Linken-Chefin Katja Kipping warnt vor einer härteren Gangart bei der Ahndung von Verstößen gegen die Corona-Vorschriften. "Ich sehe mit einer gewissen Sorge, dass jetzt unglaublich viel diskutiert wird über Repression und höhere Strafen", sagte Kipping den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Stattdessen solle die Politik die vielen Bürger unterstützen, die sich verantwortlich verhalten wollen. "Wir sollten zum Beispiel erst einmal Masken-Automaten an Bahnhaltestellen aufstellen, bevor wir diejenigen bestrafen, die keine tragen."

Probleme wie bei der Großdemonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen am vergangenen Wochenende in Berlin ließen sich "über Repression nicht lösen", sagte Kipping. "Die Gefahr ist groß, dass von den Strafen nicht zuerst die Corona-Verharmloser betroffen sind, sondern beispielsweise die alleinerziehende Mutter, die mit Kind an der Hand zur Bahn gehetzt ist und aus dem Alltagsstress heraus ihre Maske zu Hause vergessen hat."

Mindestabstand ignoriert

Im Übrigen sehne sich "diese krude Coronaverharmloser-Szene doch richtig danach, in so einen Corona-Rebellen-Status zu kommen und für das Nichtzahlen von Bußgeldern ins Gefängnis zu gehen", sagte Kipping.

Bei der Großdemonstration in Berlin am vergangenen Wochenende waren die Corona-Auflagen bewusst missachtet worden. Der Mindestabstand wurde nicht eingehalten, kaum jemand trug eine Maske. Neben Corona-Leugnern und Impfgegnern waren auch viele Teilnehmer mit eindeutig rechtsgerichteten Fahnen oder T-Shirts in der Menge.

An gestrigen Samstag beteiligten sich in Stuttgart nach Polizeiangaben rund tausend Menschen an einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen. Der vorgeschriebene Mindestabstand sei meist eingehalten worden, sagte eine Polizeisprecherin. Für Sonntag ist in Dortmund eine ähnliche Kundgebung geplant.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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