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Corona-Regeln – Haseloff: Veranstaltungen über 1.000 Teilnehmer bald möglich

Trotz Corona-Beschluss  

Sachsen-Anhalt wählt Sonderweg – Großveranstaltungen möglich

27.08.2020, 21:21 Uhr | dpa

Corona-Regeln – Haseloff: Veranstaltungen über 1.000 Teilnehmer bald möglich. Reiner Haseloff: Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt will Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlauben. (Quelle: imago images/IPON)

Reiner Haseloff: Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt will Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlauben. (Quelle: IPON/imago images)

Nachdem Bund und Länder sich auf übergreifende Regeln geeinigt haben, prescht Sachsen-Anhalt vor. Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern sollen bald wieder möglich sein.

Sachsen-Anhalt will an seinen Plänen festhalten, zeitnah wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern zu erlauben. Entscheidend sei, dass es ein gutes Hygienekonzept gebe, das von den zuständigen Gesundheitsämtern genehmigt sei, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach einer Videoschalte mit seinen Amtskollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das Land will einen Einstieg mit der nächsten Corona-Verordnung ermöglichen, die ab Mitte September gelten wird.

Auch Zuschauer beim Sport wären möglich

Messen könnten stattfinden, Weihnachts- und Adventsmärkte geplant werden, zählte Haseloff auf. Auch größere Kultur- und Sportveranstaltungen mit guten Hygienekonzepten seien möglich. Beim bundesweiten Profisport komme es darauf an, was die zuständigen Dachverbände entschieden. Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern solle zudem ein Konzept erarbeiten, wie sich die Zahl der Zuschauer schrittweise erhöhen lasse.

Bereits am Dienstag hatten Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) angekündigt, in mehreren Stufen die Rückkehr von Fans und Zuschauern in Hallen und Stadien zu ermöglichen. Details sollen kommenden Dienstag vorgestellt werden. Dann verabschiedet die schwarz-rot-grüne Landesregierung eine neue Corona-Verordnung.

Eigentlich gilt die bundesweite Verabredung, dass es bis 31. Oktober keine Großveranstaltungen geben soll. Zudem einigten sich die Ministerpräsidenten mit dem Bund bei ihrer Schalte am Donnerstag, bis Jahresende all jene Großveranstaltungen zu untersagen, bei denen die Einhaltung von Hygieneregeln und eine Kontaktnachverfolgung nicht möglich ist.

Zuvor hatte Sachsen-Anhalt bereits die Einigung auf ein Mindestbußgeld für Maskenverweigerer in Höhe von 50 Euro als einziges Bundesland nicht mitgetragen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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