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Kandidaturen f├╝r Linken-Spitze in K├╝rze erwartet

Von dpa
Aktualisiert am 31.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Werden nicht erneut f├╝r den Parteivorsitz der Linken kandidieren: Katja Kipping und Bernd Riexinger.
Werden nicht erneut f├╝r den Parteivorsitz der Linken kandidieren: Katja Kipping und Bernd Riexinger. (Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die scheidenden Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger rechnen damit, dass es schon in K├╝rze Kandidaturen f├╝r ihre Nachfolge geben wird.

Das werde eher "eine Sache von einigen Tagen sein als von Wochen", sagte Riexinger in Berlin. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Nachfolge bekommen werden." Eine Pr├Ąferenz wollten beide aber nicht ├Ąu├čern. "Wir werden jetzt nicht mit einer feudalen Geste unsere Nachfolger entsprechend vorschlagen", sagte Kipping.

Die beiden hatten am Freitag und Samstag nacheinander erkl├Ąrt, dass sie nach mehr als acht Jahren an der Linken-Spitze beim Parteitag in Erfurt Ende Oktober nicht erneut f├╝r den Vorsitz kandidieren werden. In der bereits laufenden Nachfolgedebatte wird vor allem eine Doppelspitze mit zwei Frauen diskutiert: Die Fraktionsvorsitzenden aus Hessen und Th├╝ringen, Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow, gelten als Kandidatinnen daf├╝r. Sie sind wie Kipping weder dem Fl├╝gel der linken Fundamentalisten noch den gem├Ą├čigten Reformern zuzurechnen.

Vom linken Fl├╝gel wird der stellvertretende Parteivorsitzende Ali Al-Dailami aus Hessen als m├Âglicher Kandidat gehandelt. Von den Reformern werden Bundestags-Fraktionsgesch├Ąftsf├╝hrer Jan Korte gute Chancen einger├Ąumt. Au├čerdem wird der fr├╝here Bundesgesch├Ąftsf├╝hrer Matthias H├Âhn aus diesem Lager genannt.

Der R├╝ckzug des Spitzenduos kommt nicht ├╝berraschend. Laut Satzung soll kein Parteiamt l├Ąnger als acht Jahre ausge├╝bt werden. Kipping (heute 42) und Riexinger (64) hatten die Parteif├╝hrung 2012 ├╝bernommen. Damals stand die Linke nach einem beispiellosen Machtkampf konkurrierender Fl├╝gel kurz vor der Spaltung. Riexinger setzte sich damals gegen den heutigen Fraktionschef Dietmar Bartsch durch.

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Das neue Spitzenduo wird die Partei in die n├Ąchste Bundestagswahl f├╝hren, bei der es f├╝r die Linke auch um die Frage gehen wird, ob sie bei einer gemeinsamen Mehrheit von SPD, Linken und Gr├╝nen zu einer gemeinsamen Regierungsbildung bereit ist. Kipping beantwortete diese Frage mit einem klaren Ja. Es gehe jetzt darum, "dass wir nicht nur meckern, sondern dass wir auch wirklich machen".

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch wollte sich am Montag nicht zu der Nachfolgedebatte ├Ąu├čern. "Die Personen sind eine Resultante aus einer strategischen Aufstellung, aus einer politischen Aufstellung. Und da wird man mit den Tr├Ągern der Partei, mit Landesvorsitzenden, sicherlich auch mit den Fraktionsspitzen dar├╝ber reden, was das Optimale ist", sagte er im ARD-"Morgenmagazin".

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