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Biontech-Chef: "Quasi-Normalit├Ąt im n├Ąchsten Winter"

Von dpa, afp
Aktualisiert am 22.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Biontech-Chef U─čur ┼×ahin: Impfstoff k├Ânnte "umgearbeitet" und auf die Mutation des Coronavirus zugeschnitten werden.
Biontech-Chef U─čur ┼×ahin: Impfstoff k├Ânnte "umgearbeitet" und auf die Mutation des Coronavirus zugeschnitten werden. (Quelle: Andreas Arnold/dpa-bilder)
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Das Mittel von Biontech ist der erste Corona-Impfstoff, den die EU zugelassen hat. Der Hersteller aus Mainz macht auch Hoffnung angesichts der Corona-Mutation in Gro├čbritannien.

Die ersten Auslieferungen des Corona-Impfstoffs k├Ânnen nach Angaben des Herstellers Biontech an diesem Mittwoch starten. Bis Ende des Jahres st├╝nden 12,5 Millionen Dosen f├╝r die EU bereit, teilte Biontech-Gesch├Ąftsvorstand Sean Marett auf einer Pressekonferenz mit. Bis zum 26. Dezember sollten die Dosen in jedem EU-Mitgliedsland sein, damit die Impfungen am 27. beginnen k├Ânnten.

Nach Einsch├Ątzung des Unternehmens k├Ânnten durch Impfungen bis Ende des Sommers ein "normales Leben" erreicht werden. "Normal in dem Sinne, dass keine Shutdowns mehr n├Âtig sind, die Gesch├Ąfte normal arbeiten k├Ânnen und dass wir die Zahl von Krankenhauseinlieferungen und Todesf├Ąllen senken k├Ânnen", erkl├Ąrte Biontech-Chef U─čur ┼×ahin.

Biontech-Chef: "immer wieder kleine Ausbr├╝che"

Trotzdem wird das Coronavirus die Menschen die n├Ąchsten zehn Jahre begleiten, so ┼×ahin. "Wir werden uns daran gew├Âhnen m├╝ssen, dass es immer wieder Infektionen und kleine Ausbr├╝che gibt", sagte er auf der Pressekonferenz. Um gegen die Corona-Pandemie erfolgreich zu sein, brauche es aber nicht nur den Biontech-Impfstoff, sondern auch die Pr├Ąparate anderer Hersteller.

All diese Dosen w├╝rden dazu beitragen, dass gen├╝gend Impfstoff zur Verf├╝gung stehe, damit 60, 70 oder vielleicht 80 Prozent der Bev├Âlkerung vor dem Herbst n├Ąchsten Jahres geimpft werden k├Ânnten, sagte ┼×ahin weiter. "Das ist wichtig, denn diesen Winter werden wir noch keinen Effekt der Impfungen auf die Infektionszahlen haben. Aber wir m├╝ssen einen Effekt haben, um sicherzustellen, dass wir im n├Ąchsten Winter eine Quasi-Normalit├Ąt, eine neue Normalit├Ąt haben."

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Impfstoff soll auch gegen Mutation wirken

Der Medizinforscher geht davon aus, dass der Impfstoff auch gegen die in England entdeckte Mutation des Coronavirus wirkt. Er halte dies f├╝r "au├čerordentlich wahrscheinlich", erkl├Ąrte ┼×ahin. Falls erforderlich, k├Ânnte das bestehende Vakzin aber binnen sechs Wochen "umgearbeitet" und speziell auf die Mutation zugeschnitten werden. Dies w├Ąre "technisch innerhalb k├╝rzester Zeit" m├Âglich, allerdings m├╝sste ein neuer Impfstoff noch einmal ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Biontech werde die Wirksamkeit seines Mittels bei der Mutation nun untersuchen und in zwei Wochen Ergebnisse vorlegen.

Die Mutation macht das Coronavirus neuesten Untersuchungen zufolge sehr wahrscheinlich leichter ├╝bertragbar. Zu diesem Schluss kommen Experten der englischen Gesundheitsbeh├Ârde Public Health England (PHS). Sie verweisen dabei auf Erbgut-Untersuchungen der neuen Variante und auf Modellrechnungen zur Ausbreitung. Eine der rund 20 Mutationen der neuen Variante B.1.1.7 d├╝rfte insbesondere dazu beitragen, dass das Virus leichter ├╝bertragen werden k├Ânne.

Der Virologe Christian Drosten schrieb zu den PHS-Daten: "Das sieht leider nicht gut aus." Positiv sei aber, dass B.1.1.7-F├Ąlle bislang nur in Gebieten zugenommen haben, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. "Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante", so Drosten.

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