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KMK-Chefin Britta Ernst: Schulöffnungen Anfang Februar möglich

Aber "nicht vollständig"  

KMK-Chefin hält Schulöffnungen Anfang Februar für möglich

25.01.2021, 11:30 Uhr | dpa

KMK-Chefin Britta Ernst: Schulöffnungen Anfang Februar möglich. Unterricht mit Abstand und Maske: Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz hält eine Öffnung der Schulen unter Auflagen für möglich. (Quelle: imago images/ imagebroker)

Unterricht mit Abstand und Maske: Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz hält eine Öffnung der Schulen unter Auflagen für möglich. (Quelle: imagebroker/imago images)

Britta Ernst, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, will bald die ersten Schulen öffnen – wo die Infektionslage das zulässt. Ein bundesweit einheitliches Vorgehen lehnt sie ab.  

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, hält erste Schulöffnungen Anfang Februar für möglich. "Sicher nicht vollständig", schränkte die brandenburgische Bildungsministerin in der "Rheinischen Post" ein. "Aber ich halte das bei entsprechender Infektionslage beispielsweise mit Wechselunterricht für möglich. Allerdings kann das anfangs auch nur für Abschlussklassen und die ersten Klassenstufen gelten. Distanzunterricht über einen langen Zeitraum tut insbesondere den Grundschulkindern nicht gut."

"Kein Land sollte auf ein anderes warten müssen, um seine Schulen zu öffnen", sagte die SPD-Politikerin und verwies auf ein sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen in den Bundesländern. "Ich finde es richtig, wenn die Länder die Spielräume, die ihnen die Beschlüsse bieten, unterschiedlich nutzen."

Corona-Zeugnis als "besondere Auszeichnung" 

Zur Frage, ob an Corona-Abschlüssen ein Makel haften bleiben könnte, sagte Ernst: "Diese Absolventen werden es sein, die unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen einen Abschluss gemacht haben. Sie haben gelernt, noch eigenverantwortlicher zu arbeiten. Das wird ihnen im späteren Leben sogar helfen. Und ich hoffe, dass auch die Personalabteilungen in diesem Meistern der Krise einen besonderen Wert potenzieller Bewerberinnen und Bewerber erkennen werden. Ein Abschlusszeugnis der Jahre 2020 und 2021 kann künftig als besondere Auszeichnung gelten, nicht als Makel."

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD): Sie ist zurzeit auch Chefin der Kultusministerkonferenz. (Quelle: imago images/Martin Müller)Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD): Sie ist zurzeit auch Chefin der Kultusministerkonferenz. (Quelle: Martin Müller/imago images)

Die SPD-Politikerin sprach sich im Interview mit der Zeitung zudem für Lernangebote in den Sommerferien aus. "Das finde ich sehr wichtig. In den Sommerferien sollten Schulen Angebote machen, auch um Lernstoff nachzuholen, der im Distanzunterricht auf der Strecke blieb. Das hat es ja auch im letzten Jahr schon in vielen Bundesländern gegeben", sagte Ernst.

Auch Schwesig und Kretschmer wollen rasch öffnen

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte im "Bericht aus Berlin", dass Schulschließungen in Hotspots angezeigt seien. "Es muss aber nicht in ganz Deutschland so sein." Als Entscheidungsträger sei man es den Kindern schuldig, da, wo es von der Infektionslage vertretbar sei, mehr zu ermöglichen als andernorts. 

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat bereits angekündigt, Schulen ab dem 14. Februar wieder öffnen zu wollen, wenn die Infektionslage das zulasse. 

Karliczek: Gesundheitsschutz hat Priorität

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) äußerte sich auf die Frage, wann die Schulen geöffnet werden könnten, gegenüber "Bild": "Je besser wir die Zahlen herunterkriegen, umso früher können wir öffnen." Und weiter: "Wichtig ist, dass wir uns jetzt Konzepte überlegen und uns dann an den Infektionszahlen orientieren. Dort wo die Zahlen runtergehen, können wir Präsenzunterricht machen." Der Gesundheitsschutz habe gerade höchste Priorität.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke) sagte dem „MDR“, man müsse sich darauf einstellen, dass die Schulen mindestens bis Ostern im Distanzunterricht bleiben werden. Der erste reguläre Schultag nach den Osterferien wäre der 12. April.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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