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Sylt: Bürgermeister fordert Einreise nur mit negativem Test

"Nicht einfach losreisen"  

Sylter Bürgermeister fordert: Einreise nur mit negativem Test

02.03.2021, 15:18 Uhr
Sylt: Bürgermeister fordert Einreise nur mit negativem Test. Nordsee-Insel Sylt: Der Bürgermeister der Insel will verpflichtende PCR- und Schnelltests bei der Einreise. (Quelle: imago images/Chris Emil Janßen)

Nordsee-Insel Sylt: Der Bürgermeister der Insel will verpflichtende PCR- und Schnelltests bei der Einreise. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago images)

Der Sylter Bürgermeister fordert eine rechtliche Grundlage für den Tourismus auf der beliebten Nordseeinsel. Geht es nach ihm, sollen Urlauber nur mit einem negativen Testergebnis kommen dürfen.

Die Insel Sylt ist bei vielen Deutschen ein beliebtes Urlaubsziel. Bürgermeister Nikolas Häckel hat nun in einem Interview erklärt, er fordere für Einreisende einen verbindlichen PCR-Test oder einen Schnelltest. Ist dieser negativ, könne man einreisen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". "Nicht einfach losreisen!", sagte Häckel. "Es wäre fatal, wenn wir einen zweiten Insel-Lockdown bekämen."

Der Bürgermeister hat genaue Vorstellungen: Das negative Testergebnis müsse demnach spätestens auf der Insel beim Check-In im Hotel oder in der Ferienwohnung vorgezeigt werden. Für den Aufenthalt auf Sylt solle eine App zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden, sagte Häckel.

Schleswig-Holsteins Landesregierung sowie den Kreis Nordfriesland fordert er dazu auf, eine rechtliche Grundlage für Einreisekontrollen durch die Bundespolizei zu schaffen. "Willkür wollen wir nicht", erklärte er. Der Bürgermeister selbst darf zwar Forderungen stellen, die Entscheidung obliegt allerdings dem Land, welche Einreiseregeln gelten. 

Inzidenz unter 50

Am 11. März will die Insel mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Laut Robert Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein derzeit bei 49,7. In dem Bundesland sind innerhalb eines Tages 98 neue Corona-Fälle hinzugekommen, 20 Menschen starben. Etwa 43.000 Gesamtinfektionen sind bislang von den Gesundheitsämtern gemeldet worden (Stand: 2. März). In Nordfriesland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 40.

Zwischen dem 11. und 31. Januar galt für Schleswig-Holstein bereits eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Ministerpräsident Daniel Günther hatte Ende Februar angekündigt, dass Öffnungsschritte denkbar seien. "Corona ist nicht fair. Das Virus wird für uns alle auch in den nächsten zwei bis drei Monaten noch einen erheblichen Kraftakt bedeuten", sagte Günther. Jeder Schritt gehe mit der Verantwortung jedes Einzelnen einher, betonte er: "Freiheit geht nur mit Verantwortung." Bislang hätten die meisten Menschen in Schleswig-Holstein Verständnis für die Einschränkungen gezeigt und sich größtenteils vorbildlich verhalten.

Verwendete Quellen:

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