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Linke-Plakat in Sachsen-Anhalt: "Nehmt den Wessis das Kommando"


Wahlkampf in Sachsen-Anhalt
Ärger über Linke-Plakat: "Nehmt den Wessis das Kommando"

Von dpa
Aktualisiert am 25.04.2021Lesedauer: 1 Min.
Linke-Spitzenkandidatin Eva von Angern bei der Präsentation der Wahlkampagne: Das Motiv in der Mitte ("Nehmt den Wessis das Kommando") sorgt für Empörung.Vergrößern des BildesLinke-Spitzenkandidatin Eva von Angern bei der Präsentation der Wahlkampagne: Das Motiv in der Mitte ("Nehmt den Wessis das Kommando") sorgt für Empörung. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-bilder)
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Die Linke will im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt auf Ungleichbehandlung von West- und Ostdeutschen hinweisen. Doch das entsprechende Wahlplakat sorgt über Parteigrenzen hinweg für Empörung.

"Nehmt den Wessis das Kommando": Das fordert Sachsen-Anhalts Linke auf einem Wahlplakat zur Landtagswahl am 6. Juni. Dafür erhält die Partei nun viel Aufmerksamkeit und Kritik. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) etwa twitterte am Wochenende: "Ich urteile ja ungern über Mitbewerber. Aber 30 Jahre nach der Einheit solche Plakate zu präsentieren, empfinde ich als inakzeptabel. Und unlogisch."

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Tullner verlinkte einen kurzen Film, der auf Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow verwies, der in Niedersachsen geboren ist, und mit den Worten endet "wo sie Recht hat ...". CDU-Landeschef Sven Schulze wies auf den in Osnabrück geborenen sachsen-anhaltischen Linken-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Jan Korte, hin.

"Das erschüttert mich"

SPD-Landeschef Andreas Schmidt betonte, dass rund 300.000 Sachsen-Anhalter in der alten Bundesrepublik geboren wurden und weitere 500.000 im wiedervereinigten Deutschland. "Wir alle leben hier, gehen gemeinsam in die Zukunft." Die Grünen-Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann erklärte: "Das erschüttert mich wirklich. Ich dachte, alle Menschen sind grundsätzlich gleich und es kommt auf Wollen und Werte an."

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Die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Eva von Angern hatte am Freitag ihre Plakatkampagne vorgestellt. Das diskutierte Plakat ist eines von vielen. Von Angern hatte zum Kampagnenauftakt gesagt: "Wir haben immer noch erhebliche Unterschiede bei den Einkommen, bei den Renten zwischen Ost und West. Wir haben verbaute Karrierechancen für Ostdeutsche. Und das wollen wir thematisieren, weil wir das im Jahr 2021 für eine große Ungerechtigkeit halten."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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