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Im März droht der Kollaps der Intensivstationen

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 24.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Die Krankenhäuser im Coronahotspot Erzgebirgskreis waren schon Anfang Dezember voll. Die Folge: Immer mehr Coronaintensivpatienten mussten verlegt werden.
Die Krankenhäuser im Coronahotspot Erzgebirgskreis waren schon Anfang Dezember voll. Die Folge: Immer mehr Coronaintensivpatienten mussten verlegt werden. (Quelle: imago-images-bilder)
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Zurzeit sinkt zwar die Zahl der Covid-Intensivpatienten. Doch Experten warnen, dass dies wohl nicht von Dauer ist. Laut einer neuen Berechnung könnte sich der Trend schon sehr bald umkehren.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen pro Tag könnte durch die Ausbreitung der Omikron-Variante im März einen Höchststand von 160.000 bis 240.000 erreichen – im schlechtesten Fall. Dann müssten theoretisch 8.000 Menschen intensiv betreut werden, etwa doppelt so viele wie heute. Das ist das Ergebnis von Modellrechnungen eines Teams um die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, über die der "Spiegel" berichtet.

Die mehrfach preisgekrönte Physikerin Priesemann gehört auch dem Corona-Expertenrat der Bundesregierung an; ihre Berechnungen dienten dem Gremium als Grundlage für seine erste Einschätzung zur Omikron-Variante am Wochenende.

Viola Priesemann: Die Physikerin wurde unter anderem mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen und der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik ausgezeichnet.
Viola Priesemann: Die Physikerin wurde unter anderem mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen und der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik ausgezeichnet. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago-images-bilder)

Auch optimistischstes Szenario bedeute "kein Weiter-so"

Im besten, aber leider unwahrscheinlichen Fall – wenn Omikron sich als relativ mild entpuppt – würden die Krankenhäuser gerade so klarkommen, berichtet der "Spiegel" weiter. Die Realität wird wahrscheinlich irgendwo zwischen dem besten und dem schlechtesten Szenario liegen und hängt auch davon ab, welche politischen Maßnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung zu drosseln.

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In ihren Berechnungen haben die Fachleute berücksichtigt, dass sich die Bevölkerung bei steigenden Infektions- und Krankheitszahlen üblicherweise von sich aus vorsichtiger verhält. "Auch das optimistische Szenario ist kein Weiter-so", sagte Priesemann, "sondern geht davon aus, dass die Menschen sich abhängig von der Krankenhausbelastung deutlich vorsichtiger verhalten und dass weiter viel geimpft und geboostert wird."

Überlastung der Intensivstation tritt mit hoher Sicherheit ein

Die Forscher und Forscherinnen seien relativ optimistisch gewesen, dass Deutschland auch ohne harten Lockdown durch den Winter komme, hatte Priesemann bereits im NDR-Podcast am 20. Dezember gesagt – das allerdings sei die Einschätzung gewesen, "bevor Omikron aufgetreten ist". Die Situation nun sei sehr, sehr dynamisch. In anderen Ländern hätten sich die Infektionszahlen pro Woche vervierfacht. In Deutschland liege der R-Wert derzeit bei 2 – so hoch wie nie zuvor. Für die Eindämmung sei das eine enorme Herausforderung.

"Wenn in der Intensivstation zehn Prozent Personen mit Covid versorgt werden müssen, ist das kein Problem", sagte Priesemann dem NDR. In der Woche darauf aber seien es bei einem steilen, ungebremsten Wachstum schon 40 Prozent Covid-Patienten, die zusätzlich auf die Intensivstation drängten. "Und in der Woche darauf sind das dann 160 Prozent." Es sei bloß eine Frage der Zeit, bis die Intensivstationen überlastet würden.

Intensiv-Zahlen sinken, weil viele Patienten sterben

Am Donnerstag lagen 4.382 Covid-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen – das waren 92 Patienten weniger als am Vortag. 2.588 von ihnen müssen invasiv beatmet werden. Intensivmediziner warnen dennoch eindringlich davor, die Entwicklung als Entwarnung einzuschätzen. "Die Auslastung ist weiterhin sehr hoch, die Arbeitsbelastung noch höher, die psychologische Belastung der Teams geht schon teilweise sehr an das Menschenmögliche", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". "Denn die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt gerade auch, weil sehr viele Patienten versterben." Das sei für die Teams sehr schwer zu ertragen, sagte Marx.

Intensivmediziner stellten sich derzeit darauf ein, dass die Omikron-Variante des Coronavirus bereits in wenigen Wochen in Deutschland dominieren wird, so Marx. "Wir sind uns relativ sicher, dass Omikron etwa Mitte bis Ende Januar die dominierende Variante in Deutschland sein wird." Da man aktuell noch zu wenig über diese Virusvariante wisse, müsse man Studien aus dem Ausland studieren, die Entwicklung der Inzidenzen "engmaschig beobachten" und die Lage sondieren.

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