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Kardinal Woelki bietet dem Papst seinen R├╝cktritt an

Von dpa
Aktualisiert am 02.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Will sein Amt abgeben: Kardinal Rainer Maria Woelki.
Will sein Amt abgeben: Kardinal Rainer Maria Woelki. (Quelle: Federico Gambarini/do/dpa./dpa)
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K├Âln (dpa) - Nach starken Protesten gegen seine R├╝ckkehr als Erzbischof von K├Âln hat Kardinal Rainer Maria Woelki dem Papst seinen Amtsverzicht angeboten.

Franziskus werde "zu gegebener Zeit" dar├╝ber entscheiden, teilte das Erzbistum K├Âln am Mittwoch mit. Zun├Ąchst jedoch ├╝bernahm Woelki am Mittwoch nach f├╝nfmonatiger Auszeit wieder die Leitung des Erzbistums K├Âln.

In einem Brief an die Gl├Ąubigen des gr├Â├čten deutschen Bistums bat Woelki um eine zweite Chance. Er wolle noch einmal einen Neuanfang wagen: "Hierzu bitte ich Sie um Ihre Offenheit, Ihre Geduld, darum, dass Sie mir, nein, uns noch eine Chance geben." In den kommenden Wochen und Monaten wolle er die Begegnung mit m├Âglichst vielen Menschen suchen, um zuzuh├Âren. "Ich w├╝nsche mir sehr und hoffe darauf, dass Sie mir auf den Wegen, die daf├╝r notwendig sind, entgegenkommen. Dass dies offen, angstfrei und ehrlich geschehen kann, daf├╝r m├Âchte ich alles mir M├Âgliche tun."

Auszeit wegen Burn-out

Als Grund f├╝r die f├╝nfmonatige Auszeit nannte Woelki eine Art Burn-out: "Tats├Ąchlich war f├╝r mich im Oktober letzten Jahres ein Ma├č an k├Ârperlicher und mentaler Ersch├Âpfung erreicht, das eine Auszeit notwendig machte." Unter anderem w├Ąhrend eines Sozialeinsatzes sei ihm klar geworden, dass sich in ihm in letzter Zeit manches "in unguter Weise verh├Ąrtet" habe. Er habe Fehler begangen und Schuld auf sich geladen, r├Ąumte der 65-J├Ąhrige ein.

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Woelki hatte die Auszeit angetreten, nachdem ihm Papst Franziskus "gro├če Fehler" vor allem in seiner Kommunikation bescheinigt hatte. Das Erzbistum K├Âln befindet sich in einer Krise, seit Woelki 2020 entschieden hatte, ein Gutachten ├╝ber den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit F├Ąllen von sexuellem Kindesmissbrauch zun├Ąchst nicht zu ver├Âffentlichen. Er f├╝hrte rechtliche Gr├╝nde daf├╝r an und gab ein neues Gutachten in Auftrag. Im Zuge dieser Entscheidung kam es zu einer immer st├Ąrkeren Entfremdung zwischen dem Kardinal und den wichtigsten Gremien des Erzbistums.

Sch├╝ller: Woelki ist jetzt Erzbischof auf Probe

Dem ZDF sagte Woelki: "Nat├╝rlich wei├č ich, dass es Menschen gibt, die sich sehr schwer mit mir tun, dass es Menschen gibt, die mich auch ablehnen, aber es gibt eben auch andere Menschen, die sehr dankbar sind, dass ich da bin." Die Kirche sei eine gro├če Familie - "wir m├╝ssen miteinander umzugehen versuchen". Christen seien eigentlich Experten f├╝r Vers├Âhnung. "Und das ist etwas, was jetzt hier ansteht. Und das geht nur von beiden Seiten aufeinander zu."

Die ersten Reaktionen auf Woelkis Bitte um eine zweite Chance fielen ├╝berwiegend kritisch aus. So sagte die Pr├Ąsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Ich sehe keine Basis f├╝r einen Neuanfang und w├╝rde mir w├╝nschen, dass Papst Franziskus den Ernst der Lage erkennt und so schnell als m├Âglich auf die Bereitschaft des Kardinals zum R├╝cktritt reagiert."

Geht um gesamten Leitungsstil

Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Franz-Josef Bode, sagte der "Neuen Osnabr├╝cker Zeitung", in K├Âln gehe es nicht mehr nur um den Umgang mit Aufarbeitung, "sondern vielmehr um den gesamten Leitungsstil. Das hat ja sogar der Papst benannt. In K├Âln ist Vertrauen gebrochen vom Domkapitel bis zum Kirchenvolk", sagte der Osnabr├╝cker Bischof.

Der Kirchenrechtler Thomas Sch├╝ller sagte der Deutschen Presse-Agentur, Woelki sei nun ein "Erzbischof auf Probe beziehungsweise auf Abruf". Der nun entstandene Schwebezustand sei im Grunde eine "Zumutung f├╝r Woelki, denn er muss etwas liefern, was er nicht leisten kann: Dialogf├Ąhigkeit, Gabe der Vers├Âhnung und die Bitte um Vergebung, die ihm die Gl├Ąubigen abnehmen k├Ânnen". Den Gl├Ąubigen werde eine weitere H├Ąngepartie zugemutet. Er frage sich, wie viel Zeit sich der "immer z├Âgerliche und zaudernde Papst Franziskus" f├╝r seine Entscheidung eigentlich noch nehmen wolle, sagte Sch├╝ller.

Vor dem K├Âlner Dom protestierten am Mittwoch Mitglieder der Reformbewegung Maria 2.0 gegen eine R├╝ckkehr von Woelki. Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie "Weg mit dem M├Ąnnerkl├╝ngel" und "Wir glauben euch nicht mehr!" Vor Woelkis Erzbisch├Âflichem Haus entfalteten Mitglieder einer Kirchengemeinde aus Rommerskirchen das Plakat "Fastelovend pass├ę - Woelki ad├ę".

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