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Claudia Roth will nicht mit Henryk M. Broder talken

Posse um "Münchner Runde"  

Claudia Roth will nicht mit Henryk M. Broder talken

03.03.2016, 14:38 Uhr | Volker Dohr, t-online.de

Claudia Roth will nicht mit Henryk M. Broder talken. Die Grünen-Politikerin Claudia Roth (rechts) will nicht mit dem Publizisten Henryk M. Broder in einer Talkshow auftreten. (Quelle: dpa)

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth (rechts) will nicht mit dem Publizisten Henryk M. Broder in einer Talkshow auftreten. (Quelle: dpa)

Polit-Posse um die Talkshow "Münchner Runde": Weil die Grünen-Politikerin Claudia Roth nicht mit dem Publizisten Henryk M. Broder an einem Tisch sitzen wollte, wurde der vom Bayerischen Rundfunk (BR) ausgeladen. Broder machte die Sache öffentlich, Roth lehnt die Verantwortung für die Ausladung ab.

Broder wurde, wie er in seinem Blog beschreibt, zunächst ein-, dann aber wieder ausgeladen. Auf Nachfrage bestätigte ihm der BR, dass Frau Roth der Anlass dafür sei. Broder betont, zwischen ihm und Roth sei nichts vorgefallen. Es sei ihr gutes Recht, nicht mit ihm an einem Tisch sitzen zu wollen, allerdings frage er sich, warum dann er und nicht Roth ausgeladen werde.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung gab das Bundestagsbüro von Roth an, dass sich die Bundestagsvizepräsidentin entschlossen habe, ihre Zusage zur Sendung zurückzuziehen, sollte Broder kommen. Daraufhin habe der Sender den Publizisten ausgeladen. 

"Doppelzentner fleischgewordene Dummheit"

Broder lanciere seit Jahren "Beleidigungen jenseits der Gürtellinie", begründete das Büro gegenüber dem Blatt die Entscheidung der Politikerin. "Das Niveau, das er wählt, um sich mit ihr auseinanderzusetzen, ist nicht ihr Niveau.” Die Entscheidung, Broder auszuladen, sei dennoch einzig und allein vom BR getroffen worden.

Tatsächlich haben Broder und Roth eine Vorgeschichte, die sich alles andere als salonfähig liest: So nannte der Publizist die Politikerin nach den Ereignissen von Köln einen "Doppelzentner fleischgewordene Dummheit, nah am Wasser gebaut und voller Mitgefühl mit sich selbst". 

Gegenüber dem Deutschlandfunk kommentierte der BR die Entscheidung wie folgt: "Als der Redaktion klar wurde, dass ein gemeinsamer Auftritt von Claudia Roth und Henryk M. Broder aufgrund vorausgegangener Auseinandersetzungen möglicherweise nicht zu einem sachlichen Diskurs geführt hätte, hat sich die Redaktion nach sorgfältiger Abwägung entschieden, nur an Frau Roth festzuhalten."

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