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Höcke-Rede führt zu Rückzug von AfD-Großspendern

Rückzug von Großspendern  

Höcke-Rede hat finanzielle Konsequenzen für die AfD

22.02.2017, 18:09 Uhr | dpa, t-online.de

Höcke-Rede führt zu Rückzug von AfD-Großspendern. Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat mit einer Rede seiner Partei finanziell geschadet. (Quelle: dpa)

Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat mit einer Rede seiner Partei finanziell geschadet. (Quelle: dpa)

Die Entschuldigung hat nichts genützt - auch bei AfD-Anhängern gibt es offensichtlich eine Schmerzgrenze: Die umstrittene Mahnmal-Rede von Björn Höcke kommt die sächsische AfD teuer zu stehen.

Seit dem Auftritt Höckes Mitte Januar, bei dem er eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert hatte, seien mehrere Großspender abgesprungen, bestätigte der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Hartung am Mittwoch in Dresden. "Insgesamt kostet uns diese Veranstaltung deutlich über 100.000 Euro", hatte Generalsekretär Uwe Wurlitzer nach einem Bericht der "Lausitzer Rundschau" schon am Dienstag gesagt.

Laut Sachsen-AfD-Schatzmeister Carsten Hütter ist die Summe "absolut realistisch". Das Geld fehle nun im Etat für den Bundestagswahlkampf, sagte er. Firmen, die seine Partei bislang unterstützt hätten, sähen nach der Höcke-Rede einen "klaren Rechtsruck". "Und die Unternehmer nehmen kein Blatt vor den Mund. Die sagen: 'Da machen wir nicht mehr mit.'"

Der Ausgabenplan für den Bundestagswahlkampf müsse deshalb nun "komplett überarbeitet werden", sagte Hütter. Bislang hatte die sächsische AfD einen 600.000 Euro-Etat vorgesehen.

Parteiausschlussverfahren läuft

Höcke hatte im Januar mit Bezug auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Er erntete damals empörte Reaktionen, die er als "bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen" zurückwies.

Später entschuldigte sich Höcke dann doch. Der AfD-Bundesvorstand hatte zuvor beschlossen, den 44-Jährigen aus der Partei auszuschließen. Dafür sieht Höcke aber keinen Anlass und rechnet nach eigenen Angaben nicht damit, die AfD verlassen zu müssen.

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