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Ex-AfD-Abgeordneter wegen Volksverhetzung vor Gericht


Wegen Volksverhetzung
Ex-AfD-Abgeordneter Arppe kommt vor Gericht

Von afp
20.10.2017Lesedauer: 1 Min.
Holger Arppe muss wegen Volksverhetzung vor GerichtVergrößern des BildesDer fraktionslose Holger Arppe muss wegen Volksverhetzung vor Gericht. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)
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Der ehemalige AfD- und mittlerweile fraktionlose Abgeordnete Holger Arppe aus dem Schweriner Landtag muss sich wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten.

Eine Gerichtssprecherin des Landgericht Rostock kündigt an, dass "zeitnah" ein Termin anberaumt wird. Der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns hat bereits mit den Stimmen aller fünf vertretenden Fraktionen die Immunität Arppes aufgehoben.

Arppe war bei der Sitzung nicht anwesend. Die Aufhebung der Immunität macht den Weg frei für die Berufungsverhandlung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Rostock, das Arppe selbst anfocht. Er war 2015 wegen Volksverhetzung zu 2700 Euro Geldstrafe verurteilt worden, weil er in einem Internetpost die britischen Inseln als einen Ort bezeichnet hatte, wo Muslime aus der Europäischen Union in Quarantäne gesteckt werden könnten.

Strafbare Äußerungen in Chats

Die Staatsanwaltschaft Rostock überprüft unterdessen Ausdrucke von Chatverläufen, an denen Arppe in sogenannten geschlossenen Gruppen teilgenommen haben soll. Darin soll er unter anderem nach Berichten des Norddeutschen Rundfunks gewaltverherrlichende und kinderpornografische Äußerungen getätigt haben.

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Es werde geprüft, ob es Anhaltspunkte für eine Straftat gebe, sagte ein Sprecher der Behörde. Es seien noch keine Strafermittlungen eingeleitet worden. Die Internetchats Arppes stammen aus der Zeit vor seiner Wahl in den Landtag im September 2016. Der Sprecher betonte, dass sie nicht der Grund für die Immunitätsaufhebung waren.

Arppe war nach der Veröffentlichung von Ausschnitten der umstrittenen Chatverläufe aus der Fraktion aus- und von seinen Parteiämtern zurückgetreten. Nach Angaben eines Fraktionssprechers leitete die AfD ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn ein. Arppe ist weiterhin Mitglied der Rostocker Bürgerschaft.

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