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Jan Böhmermann tritt der SPD bei – und sucht eine Partnerin


Satiriker will Parteichef werden
Böhmermann tritt SPD bei und sucht eine Partnerin

dpa, küp

Aktualisiert am 01.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Satiriker Jan Böhmermann in seinem "Neo Magazin Royale": "Wir brauchen eine mehr oder weniger qualifizierte Mitkandidatin".Vergrößern des BildesSatiriker Jan Böhmermann in seinem "Neo Magazin Royale": "Wir brauchen eine mehr oder weniger qualifizierte Mitkandidatin". (Quelle: dpa)
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Jan Böhmermann will SPD-Chef werden

Jan Böhmermann ist seinem Ziel, neuer SPD-Vorsitzender zu werden, einen Schritt näher: "Ich danke meinem neuen Ortsverein Köthen für die schnelle und skrupellose Bestätigung meiner Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands", schrieb der Satiriker am Samstag auf Twitter. "Der #Neustart19 der deutschen Sozialdemokratie geht von Sachsen-Anhalt aus! Ihr seid ne geile Community!", heißt es in der Mitteilung weiter. Bislang ist unklar, ob es Böhmermann ernst meint mit der SPD, oder ob seine Bewerbung lediglich Satire ist.

Der Sprecher der SPD Sachsen-Anhalt, Martin Krems-Möbbeck, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur zwar, dass Böhmermann aufgenommen wurde. Er erklärte jedoch, dass dies formal nicht ausreiche, weil Böhmermann nicht in Köthen wohne. Es gebe zwar Ausnahmemöglichkeiten, wenn beide Kreisverbände – also in diesem Fall Köthen und der Kreisverband des Heimatortes – beteiligt seien. Nach bisherigem Kenntnisstand seien die zuständigen Sozialdemokraten an Böhmermanns Heimatort Köln aber nicht involviert gewesen. "Deswegen ist die Aufnahme derzeit unwirksam."

Böhmermann hatte am Donnerstagabend in seiner Show "Neo Magazin Royale" angekündigt, SPD-Chef werden zu wollen, und eine Kampagne unter dem Hashtag "#neustart19" ausgerufen. Nach eigenem Bekunden war er bislang noch kein SPD-Mitglied, was aus der Partei auch bestätigt wurde. Diese formale Hürde hätte der 38-Jährige nun rechtzeitig vor Ablauf der Bewerbungsfrist am Sonntagabend genommen.

"Eine mehr oder weniger qualifizierte Mitkandidatin"

Darüber hinaus braucht Böhmermann die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband, um tatsächlich als potenzieller Nachfolger von Andrea Nahles antreten zu können. Die SPD plant diesmal eine Doppelspitze mit mindestens einer Frau, darum wirbt Böhmermann auf Twitter um eine Mitstreiterin: "Jetzt geht es weiter: Wir brauchen eine mehr oder weniger qualifizierte Mitkandidatin (gerne mit heftigem Migrationshintergrund und ohne persönliche Kontakte zu Olaf Schulz) und dann noch die formell gültige Unterstützung der 5 Unterbezirke. Mail an: vorwaerts@neustart19.de".

Böhmermanns Bewerbung kommt in der SPD nicht nur gut an. "Sich über Politik und Parteien lustig zu machen, war mal mutig. Heute ist es 'Mainstream', in der Politik würde man sagen: Populismus", schrieb zum Beispiel der gut vernetzte frühere Sprecher des Parteivorstands, Tobias Dünow, auf Twitter. Böhmermann lebe wie jeder Künstler von der Grenzüberschreitung. "Aber die große Kunst besteht darin zu wissen, welche Grenzen man nicht überschreitet", so Dünow weiter.


Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer zeigte sich wenig überrascht von der angepeilten Kandidatur des Kabarettisten. "Ich finde, es ist jetzt nicht die große Überraschung", sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz am Freitagabend in Mainz. Sie sei eher verwundert gewesen, dass sich Böhmermann nicht bereits früher gemeldet habe. "Ich bin ja Kabarett-Fan und insofern sehe ich das mit Humor."

Verwendete Quellen
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