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Stahlkugeln auf AfD-Parteibüro in Hessen geschossen

Bekennerschreiben im Internet  

Stahlkugeln auf AfD-Parteibüro in Hessen geschossen

19.05.2020, 21:40 Uhr | dpa

Stahlkugeln auf AfD-Parteibüro in Hessen geschossen. Fahne der AfD (Symbolbild): In Frankfurt am Main ist die Geschäftsstelle der AfD von Unbekannten mit Stahlkugeln beschossen worden.  (Quelle: imago images/BildFunkMV)

Fahne der AfD (Symbolbild): In Frankfurt am Main ist die Geschäftsstelle der AfD von Unbekannten mit Stahlkugeln beschossen worden. (Quelle: BildFunkMV/imago images)

In Frankfurt am Main ist eine Geschäftsstelle der AfD Hessen mit Stahlkugeln beschossen worden. Die Polizei schließt ein politisches Motiv nicht aus – auch wegen eines Bekennerschreibens.  

Unbekannte haben die Landesgeschäftsstelle der AfD Hessen in Frankfurt attackiert. Nach Erkenntnissen der Polizei wurde die Scheiben des Büros mit Stahlkugeln beschossen. Die Täter hätten dazu mutmaßlich eine Zwille, eine Art gabelförmige Schleuder, benutzt. "Da ein politische Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen", sagt ein Polizeisprecher am Dienstag. Es gebe ein Bekennerschreiben, das im Internet veröffentlicht worden sei. Die Ermittlungen laufen wegen Sachbeschädigung.

Täter-Schreiben mit Bezug auf Anschlag von Hanau 

Laut dem Schreiben, das auf einem auch von Linksextremisten genutzten Portal publiziert wurde, haben der oder die Täter das Büro in der Nacht zum Montag beschossen. In dem Text wird Bezug auf den rassistisch motivierten Anschlag von Hanau genommen, bei dem ein 43-jähriger Deutscher im Februar neun Menschen mit ausländischen Wurzeln tötete. Die Stimmung solcher Gewalttaten werde durch die AfD erzeugt und begünstigt, hieß es in dem Text.

Die AfD kündigte an, Anzeige gegen unbekannt zu stellen. "Das Thema Sicherheit für AfD-Politiker wird hier in Hessen immer drängender", sagte AfD-Landeschef Robert Lambrou. In den vergangenen Monaten seien bereits zwei Häuser von Landtagsabgeordneten attackiert worden. So wurde das Wohnhaus des Parlamentarischen Geschäftsführers Frank Grobe in der Nacht zum Heiligabend 2019 mit Farbe beschmiert. Auch sei die Landesgeschäftsstelle in Frankfurt-Sachsenhausen immer mal wieder Ziel von Angriffen gewesen, sagte Lambrou. Aber die Schüsse jetzt seien "eine neue Dimension".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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