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Über 60 Meter: Größtes Brauchtumsfeuer der Welt in Österreich entzündet

Über 60 Meter hoch  

Größtes Brauchtumsfeuer der Welt in Österreich entzündet

16.03.2019, 21:35 Uhr | dpa

Über 60 Meter: Größtes Brauchtumsfeuer der Welt in Österreich entzündet. 60 Meter Feuer: Die Hofstalder Funkenzunft hat einen Weltrekord für das größte Brauchtumsfeuer aufgestellt.  (Quelle: dpa/Benjamin Manser/KEYSTONE)

60 Meter Feuer: Die Hofstalder Funkenzunft hat einen Weltrekord für das größte Brauchtumsfeuer aufgestellt. (Quelle: Benjamin Manser/KEYSTONE/dpa)

100 Tonnen Holz hat die Hofstalder Funkenzunft für den 60,64 Meter hohen Turm verbaut. Den örtlichen Kirchturm überragte er um zwei Meter – und brach so den Rekord für das größte Brauchtumsfeuer.

Weltrekordversuch geglückt: In Österreich ist das größte Brauchtumsfeuer der Welt entzündet worden. Der verbrennende Holzturm in Lustenau sei 60,64 Meter hoch gewesen, sagte Organisator Marco Hollenstein dem Sender ORF. Das sogenannte Funkenfeuer ist eine Tradition im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Dabei werden in der Fastenzeit große Holztürme, auch Funken genannt, abgebrannt.

Vermessungstechniker begutachten zuvor den Holzturm in Lustenau, der eigentlich nur 58,60 Meter hoch werden sollte, im Laufe des Baus aber höher wurde. Der bisherige Weltrekord lag bei einer Höhe von mehr als 47 Metern, aufgestellt bei einem Johannisfest im Sommer 2016 in Norwegen.

Feuer überragt Kirchturm

Die Veranstalter von der Hofstalder Funkenzunft hatten für den Rekordversuch in Lustenau in den vergangenen Wochen rund 100 Tonnen Holz zu einem riesigen Turm verarbeitet, der zuletzt den örtlichen Kirchturm um zwei Meter überragte. "Es war sehr aufwendig", sagte Hollenstein, der den Brauchtumsverein leitet. Für die Konstruktion schmiedeten die rund 20 Mitglieder sogar selbst 50 Zentimeter lange Nägel. Anlass für das Projekt war das 40-jährige Bestehen der Hofstalder Funkenzunft.

Der sogenannte Funken vor dem Feuer. (Quelle: dpa/Benjamin Manser/KEYSTONE)Der sogenannte Funken vor dem Feuer. (Quelle: Benjamin Manser/KEYSTONE/dpa)

Das Vorhaben hatte in den vergangenen Wochen für große Diskussionen gesorgt, da Klimaschützer das riesige Funkenfeuer für ein völlig falsches Signal in Zeiten des Klimawandels hielten. "Das hat mit der Funken-Tradition nichts zu tun. Das ist Gigantomanie und ein Verschleiß von Rohstoffen", sagte etwa Franz Ströhle, Obmann des örtlichen Alpenschutzvereins.

 
Rund 220 Funken werden nach Angaben des Bundeslandes Vorarlberg jährlich in rund 90 Gemeinden entzündet. Gewöhnlich werden sie am ersten Wochenende der Fastenzeit abgebrannt. Der Lustenauer Funken wurde ausnahmsweise wegen des Rekordversuchs eine Woche später angezündet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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