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Osnabrück: Putzfrau vor Gericht – Arbeitgeber zahlte 200.000 Euro zu viel

Versuchte Erpressung?  

200.000 Euro zu viel Gehalt: Putzfrau vor Gericht

03.11.2019, 08:46 Uhr | dpa

Osnabrück: Putzfrau vor Gericht – Arbeitgeber zahlte 200.000 Euro zu viel. Eine Reinigungskraft muss sich vor Gericht verantworten: Ihr Arbeitgeber hatte ihr aus Versehen mehr als 200.000 Euro Lohn überwiesen, sie wollte ihn erpressen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Reinigungskraft muss sich vor Gericht verantworten: Ihr Arbeitgeber hatte ihr aus Versehen mehr als 200.000 Euro Lohn überwiesen, sie wollte ihn erpressen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ihr wurde aus Versehen mehr als 200.000 Euro zu viel überwiesen, nun muss sich eine Reinigungskraft in Osnabrück vor Gericht verantworten. Die 27-Jährige soll ihren Arbeitgeber nach dem Missgeschick erpresst haben.

Nach der versehentlichen Überweisung des 660-fachen Gehalts durch ihren Arbeitgeber steht eine Putzfrau nun erneut wegen versuchter Erpressung vor Gericht. Die 27-Jährige wollte das Geld nur unter der Bedingung zurückzahlen, einen Teil behalten zu dürfen. Dafür wurde sie im Mai zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Sie legte gegen das Urteil Berufung ein und steht deshalb am kommenden Donnerstag (7.11.) vor dem Landgericht Osnabrück.

Den überhöhten Lohn von mehr als 200.000 Euro muss die Frau auch zurückzahlen – in einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht hat sie dem zugestimmt. Zu dem Zeitpunkt soll sie allerdings schon rund 100.000 Euro beiseitegeschafft haben, wie der Sprecher des Landgerichts jüngst mitteilte.
 

Hintergrund der verschiedenen Gerichtsverfahren ist ein Missgeschick des Arbeitgebers. Eine Mitarbeiterin des Gebäudedienstleisters soll im Juni 2018 versehentlich die Personalnummer der Angeklagten in das Feld für den auszuzahlenden Lohn eingegeben haben. So erhielt die Putzfrau, die normalerweise pro Monat 340 Euro verdient, eine Summe von rund 225.000 Euro. Der Arbeitgeber bemerkte den Fehler schnell und forderte das Geld zurück.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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