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Dürre in Frankreich: Klimaaktivisten betonieren Golf-Löcher zu


Klimaaktivisten betonieren Golflöcher zu

Von t-online
14.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Das Bild der Klimaaktivisten soll die Aktion zeigen: Nahe Toulouse wurden aus Protest gegen Ausnahmeregelungen bei der Wassernutzung Golflöcher zugeschüttet.Vergrößern des BildesDas Bild der Klimaaktivisten soll die Aktion zeigen: Nahe Toulouse wurden aus Protest gegen Ausnahmeregelungen bei der Wassernutzung Golflöcher zugeschüttet. (Quelle: Extinction Rebellion/Twitter)
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In fast ganz Frankreich gelten strenge Regeln zur Wassernutzung. Für Golfplätze gilt eine Ausnahme. Dagegen regt sich Protest.

Frankreich leidet derzeit unter einer starken Dürre. Fast im gesamten Land wurde deswegen der Wasserverbrauch eingeschränkt. Dabei gibt es allerdings einige Ausnahmen, etwa für Golfplätze. Dagegen protestierten nun Klimaaktivisten mit einer ungewöhnlichen Aktion.

Die Gruppe, zu der auch Mitglieder der internationalen Umweltbewegung "Extinction Rebellion" gehören, haben nahe der südfranzösischen Stadt Toulouse Golflöcher mit Zement gefüllt. Bilder ihrer Aktion teilten die Aktivisten auf Twitter.

Fast ganz Frankreich in Dürre-Krisenlage

Die Bilder zeigen, dass die Aktivisten neben den gefüllten Löchern auch Schilder anbrachten. "Dieses Loch trinkt 277.000 Liter Wasser pro Tag. Trinken Sie so viel?", steht etwa auf einem, auf einem anderen: "In diesem Loch hätten sich Wurzeln befinden können. Das bürgerliche Vergnügen entschied anders. Ändern wir das!" Demnach fand die Aktion in der Nacht vom 10. auf den 11. August statt.

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Fast alle Départements auf dem Festland befinden sich derzeit wegen der Dürre in der höchsten von drei Stufen, der Krisenlage. In diesen Gebieten wird die Wassernutzung stark eingeschränkt: Rasenflächen und Blumenbeete dürfen nicht mehr gegossen, private Pools nicht mehr befüllt und Autos nicht mehr gewaschen werden.

Kritik an Ausnahme für Golfplätze

Für Kritik sorgt allerdings, dass für Golfplätze eine Ausnahme gilt, genauer: für den Bereich um die Löcher. Dort darf das Gras weiter gegossen werden, allerdings auf das "unbedingt Notwendige reduziert" und nur zwischen 20 Uhr und 8 Uhr, wie es im "Leitfaden zur Umsetzung von Maßnahmen zur Beschränkung der Wassernutzung in Dürreperioden" des Umweltministeriums heißt.

Die Golf-Branche verteidigt die Ausnahmeregelung als notwendig. Ohne Wasser würde das Grün innerhalb von drei Tagen vertrocknen. Gérard Rougier vom französischen Golfverband sagte der Nachrichtenseite "France Info": "Ein Golfplatz ohne Grün ist wie eine Eisbahn ohne Eis". Landesweit würden 15.000 Menschen auf Golfplätzen arbeiten.

Borne: Schlimmste Trockenheit jemals in Frankreich

Die französische Regierung hat wegen der schweren Dürre Anfang August bereits einen Krisenstab eingesetzt. "Diese Dürre ist die schlimmste, die jemals in unserem Land verzeichnet wurde", teilte das Büro von Premierministerin Elisabeth Borne mit. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, Wasser sparsam zu nutzen. Die Dürre sei eine "Katastrophe" für Landwirte im ganzen Land und für die Umwelt.

Der Minister für den ökologischen Wandel, Christophe Béchu mahnte, man müsse sich an Trockenperioden wie die jetzige gewöhnen. Er versicherte aber auch, je angespannter die Lage sei, desto stärker werde man priorisieren, damit Wasser im Notfall eher zum Trinken als etwa für die Industrie bereitsstünde.

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