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Deutschland leidet unter Jahrhundert-Trockenheit

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 3 Min.
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In Oberbayern schlagen meterhohe Flammen aus einem brennenden Bergwald; der niedrige Wasserpegel am Niederrhein nähert sich einem Allzeitrekord, und in den Bayerischen Alpen muss der Beginn der Wintersportsaison verschoben werden: "Das subjektive Empfinden der meisten Menschen in der feuchten Nebelluft der letzten Wochen sagt sicher was anderes", so Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Doch Deutschland leidet derzeit unter einer Jahrhunderttrockenheit.

An eine vergleichbare Situation kann sich der Meteorologe nicht erinnern: In den meisten Regionen Deutschlands hat es im gesamten Monat November noch keinen Tropfen geregnet. Nur im äußersten Westen fielen zwischen ein und maximal vier Prozent der sonst üblichen Regenmenge vom Himmel. "In einem normalen November kommen etwa 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter Niederschlag runter", sagte Wagner.

Bergwald geht in Flammen auf

Die außergewöhnliche Trockenheit hat vielerorts die Böden stark ausgetrocknet und zu Waldbrandgefahr geführt. So gingen am Sonntag im oberbayerischen Lenggries acht Hektar Wald in Flammen auf. Erst am Montag brachte die Feuerwehr mit Hilfe von vier Löschhubschraubern das Feuer unter Kontrolle.

"Die Berge gucken seit Wochen aus dem Nebel heraus und stehen praktisch in der prallen Sonne", erklärte Wagner. Vor allem die Westhänge sind knochentrocken. "Das viele Herbstlaub wirkt zusätzlich wie Zunder", so der Wetterexperte. Da kann der kleinste Funken leicht eine Katastrophe auslösen.

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Sinkende Pegel am Niederrhein

Ein anderes Dilemma spielt sich derzeit am Niederrhein ab. An vielen Pegeln steht das Wasser so niedrig, wie noch nie zuvor in einem November. In Worms liegt er aktuell bei 37 Zentimetern, Tendenz fallend. Der bisherige Allzeitrekord liegt bei 16 Zentimetern. Bis zum Wochenende rechnet Wagner mit 32 bis 25 Zentimetern.

Ähnlich ist die Situation an den Pegeln Koblenz, Köln und Emmerich. Schon jetzt müssen die Binnenschiffer kleinere Schiffe einsetzten oder können nur noch die Hälfte der sonst übliche Gütermengen laden.

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Viele Probleme kommen zusammen

Das Niedrigwasser hat aber eine längere Geschichte als die aktuelle Trockenheit. "Bereits im letzten Winter fiel in den Alpen viel zu wenig Schnee", sagte Wagner - und das Haupteinzugsgebiet vom Rhein liegt genau dort. In der Schweiz hat es im Sommer zwar ordentlich geregnet, und die Lage am Oberrhein entspannte sich.

In Westdeutschland war aber schon das Frühjahr viel zu trocken. "Von Mosel, Neckar und Main floss einfach zu wenig Wasser in den Rhein", erklärte Wagner. Dass es im Herbst schon wochenlang nicht geregnet hat, ist nur das i-Tüpfelchen einer ganzen Reihe von Problemen.

"Es fehlen etwa hundert bis zweihundert Liter Regen pro Quadratmeter", erklärte Wagner. Diese Menge ist notwendig, um den Grundwasserspiegel auf ein normales Niveau zu heben und die Flusspegel nachhaltig zu heben. Dazu braucht es allerdings wochenlangen Landregen.

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Keine Entspannung der Lage in Sicht

Damit ist in nächster Zeit aber nicht zu rechnen: Zwar erwarten die Meteorologen ab Freitag einen Wetterwechsel hin zu unbeständigem Schauerwetter. Doch für die kommenden sieben bis zehn Tagen errechnen die Wetterkarten für die Westhälfte Deutschlands nur fünf bis maximal zehn Liter Regen. "Das reicht bei Weitem nicht aus, die Pegel wieder steigen zu lassen", sagte Wagner. Im besten Fall wird der Rückgang des Wassers gestoppt.

Noch düsterer sieht es im Osten und Südosten aus: "Wenn es dumm kommt, wird es dort im ganzen November keinen Regen geben", so der Meteorologe. "Das wäre wirklich ein herausragendes Ereignis", sagte Wagner.

"Wir benötigen dringend eine ganze Staffel von Tiefdruckgebieten, die über Deutschland hinweg zieht", sagte Wagner. Doch werden wir am Wochenende nur von einem Tief gestreift. "Gut möglich, dass auf dem Rhein bald alle Niedrigwasserrekorde gebrochen werden."

Quelle: wetter.info, rf

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