Sie sind hier: Home > Panorama >

Horror-Clown in Berlin von 14-Jährigem niedergestochen

Übergriff in Berlin eskaliert  

Opfer sticht Horror-Clown nieder - Notoperation

25.10.2016, 14:13 Uhr | dpa

Horror-Clown in Berlin von 14-Jährigem niedergestochen. Für einen Horror-Clown in Berlin ging seine Erschreck-Aktion nach hinten los (Illustration).

Für einen Horror-Clown in Berlin ging seine Erschreck-Aktion nach hinten los (Illustration). Foto: Paul Zinken. (Quelle: dpa)

Ein Horror-Clown hat in Berlin eine Gruppe Jugendlicher bedroht und ist daraufhin mit einem Messer niedergestochen worden. Der 16-Jährige mit der Clownsmaske wurde durch den Messerstich im Stadtteil Lichterfelde lebensgefährlich verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden, wie die Polizei mitteilte.

Nach der Tat stellte sich heraus, dass sich der 14-jährige Messerstecher und der "Clown" aus der Nachbarschaft kannten. Der 14-Jährige leistete noch Erste Hilfe, bevor der Krankenwagen kam. Er wurde von der Polizei vorläufig festgenommen, dann aber seinen Eltern übergeben. Seit Wochen gibt es Vorfälle, bei denen maskierte Horror-Clowns Passanten erschrecken.

"Das Ganze ist eskaliert"

Der Berliner Polizeisprecher Thomas Neuendorf sagte am Dienstagmorgen im RBB-Sender Radio Eins: "Gestern Abend ist das passiert, was wir immer befürchtet haben, dass das Ganze eskaliert ist." Neuendorf betonte, es könne eine Straftat sein, wenn man Menschen zu Tode erschrecke, "das kann eine Körperverletzung sein". Die Polizei rate davon ab, Widerstand zu leisten. "Natürlich kann man sich gegen einen Angriff wehren. Aber man muss eben auch das Augenmaß behalten. Aus unserer Sicht ist es tatsächlich besser wegzulaufen, weil so eine Sache eskalieren kann." Anschließend könne man die Polizei rufen.

Bei ihm haben Horror-Clowns nichts zu lachen. (Quelle: Bit Projects)
Bei ihm haben Horror-Clowns nichts zu lachen

England: Hobby-Batman jagt Horror-Clowns Der Horror-Clown-Trend hat Großbritannien erreicht. Baustellenleiter Garry Bedford findet das gar nicht zum Lachen. Im Batman-Kostüm macht er Jagd auf die Grusel-Clowns.

Bei ihm haben Horror-Clowns nichts zu lachen. (Quelle: Bit Projects)


Nach den ganzen Vorfällen mit Clowns sollten die Menschen zu Halloween auf Clownskostüme verzichten, meinte Neuendorf. "Man sollte das dieses Jahr auslassen. Das ist etwas hochgekocht."

Vermehrt Übergriffe von Horror-Clowns in Deutschland

Seit einigen Tagen registrieren die deutschen Behörden vermehrt Übergriffe und Angriffe bewaffneter Horror-Clowns. Die Täter in unheimlichen Kostümen erschrecken und bedrohen Passanten. Die gefilmten Aktionen werden häufig anschließend im Internet veröffentlicht.

Hinter diesen Attacken steckten zum Teil sadistische Absichten. Sie seien "ein völlig neues Phänomen, das Grenzen – auch strafrechtlicher Art – überschreitet", sagte Harald Dreßing, Leiter der Forensischen Psychiatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, der Zeitung "Mannheimer Morgen" vom Dienstag. Nach Dreßings Einschätzung sind unter den Horror-Clowns auch destruktive Menschen mit sadistischen Motiven: "In allen Beispielen wird Macht über eine andere Person ausgelebt." Charakteristisch sei, dass die Macht über vermeintlich Schwache wie Kinder und Ältere ausgeübt werde.

Sogenannte Grusel-Clowns treiben auch in Österreich ihr Unwesen: Ein 19-Jähriger wurde in Tirol von drei Maskierten attackiert, wie die Polizei am Dienstag berichtete. Der Mann war im Ortszentrum von Schwaz unterwegs, als zwei Horror-Clowns aus dem Gebüsch sprangen und auf ihn losgingen. Als der 19-Jährige flüchten wollte, stellte sich ihm ein weiterer Clown in den Weg und verletzte ihn mit einem Baseballschläger. Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht zum Sonntag. Auch in der Steiermark verletzte sich eine Jugendliche wegen eines Clown-Übergriffes: Eine 16-Jährige wurde Montagabend in Mürzzuschlag von einem Mann mit Clown-Maske so erschreckt, dass sie bei der Flucht über eine Treppe stürzte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal