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Hier versetzt Orkan "Burglind" Skifahrer im Lift in Angst


Hier versetzt Orkan "Burglind" Skifahrer im Lift in Angst

t-online, Lars Wienand

Aktualisiert am 04.01.2018Lesedauer: 2 Min.
Fast waagerecht in der Luft: Skifahrer wurden an einem Sessellift im Skigebiet Silvretta-Montafon heftig durchgeschaukelt.Vergrößern des BildesFast waagerecht in der Luft: Skifahrer wurden an einem Sessellift im Skigebiet Silvretta-Montafon heftig durchgeschaukelt. (Quelle: Screenshot Facebook/Peter Cottens)
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Orkantief "Burglind" hat Skifahrer in Österreich voll erwischt: Ein Video von heftig im Sturm schaukelnden und fast waagerecht in der Luft hängenden Sesselgondeln jagt Schauer ein. Die Seilbahngesellschaft im Montafon wehrt sich wegen des Vorfalls gegen Vorwürfe.

Es war etwa 14 Uhr am Mittwoch, als es richtig ungemütlich wurde in der Nova Bahn. Eigentlich bringt die Hochgeschwindigkeitssesselbahn in knapp dreieinhalb Minuten die Skifahrer auf beheizten Sesseln von 1680 auf 2009 Höhenmeter, Abdeckhauben schützen vor Kälte und Niederschlag. Doch vom Komfort war dann nichts mehr zu spüren.

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Minutenlanges Schaukeln

Unter heftigen Böen wurde die Bahn angehalten, stand minutenlang, während manche der Gondeln extrem im Sturm schaukelten. Ein Video, das der Niederländer Peter Cottens auf Facebook gepostet hat, zieht jetzt Kreise. Und keiner will in der Haut der Sikfans stecken, die festsaßen. Andere Skifahrer unweit des Ausstiegs kamen näher, um sich das unwirkliche Spektakel anzuschauen.

Doch es geht zumindest allen gut, erklärt Annika Hartmann vom Marketing-Team der Silvretta Montafon Holding GmbH, zu der auch die Bergbahnen gehören. "Es war bestimmt sehr unangenehm für die Gäste, aber es wurde niemand verletzt, und es bestand auch keine Gefahr." Bügel und Haube stellten sicher, dass niemand aus dem Sessel fallen könne.

Kritik an Skifahrern und Liftbetreiber

In Facebook-Kommentaren kritisieren viele Zuschauer einerseits die Skifahrer, die sich bei dem Wetter auf den Berg gemacht hätten, vor allem aber den Liftbetreiber, der den Betrieb aufrecht erhielt. "Wir wussten natürlich, dass es stürmisch wird, und wir treffen für jeden Teil des Gebiets Einschätzungen, wie es wirklich wird."

Dabei sei am Morgen nicht absehbar gewesen, dass sich am Mittag an der Nova Bahn so heftige Böen einstellen. "Das war ein Phänomen an einem Grat kurz vor der Bergstation", so die Sprecherin. Heißt: Die Fahrt war die meiste Zeit ruhig, aber an dieser Stelle erwischte es dann die Skifahrer heftig. Und weil die Bahn stand, dauerte das Schaukel-Martyrium für die Betroffenen dann auch einige Minuten lang.

Schließlich stiegen auch Mitarbeiter auf einen Stützpfeiler, einer arbeitete sich an dessen Rand vor und versuchte, das Schaukeln mit einem Fuß abzubremsen. Ein Video einer deutschen Urlauberin zeigt diese Szene.

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Als es für die betroffenen Skifahrer endlich weiterging, seien sie vom Betriebsleiter an der Bergstation empfangen worden. Am heftigsten hatte es zwei junge Skifahrer getroffen, "und die fanden es gar nicht so schlimm", sagt Hartmann.

Im Schritttempo Bahn leer gefahren

Anders als auf Facebook zum Teil geschrieben werde, sei kein Einsatz der Bergrettung erforderlich geworden. Ein Abbremsen der Schaukelbewegungen sei technisch nicht möglich, die Bahn sei dann aber im Schritttempo weitergefahren, bis niemand mehr den Lift nutzen musste. Die Talfahrt ist auch möglich, ohne den Sessellift zu nutzen. An der Bergstation der Nova Bahn ist der Einstieg der Versettla-Kabinenbahn, die die Skifahrer dann ins Tal in den Ort Gaschurn bringt. Der Betrieb wurde dann eingestellt.

Quellen und weiterführende Informationen:
- eigene Recherchen
- Pistenplan des Skigebiets Silvretta-Montafon
- Facebook-Video von Peter Cottens

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