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Tornado in Nordrhein-Westfalen: Unwetter verwüstet Teile von Viersen

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Tornado mitten in Deutschland  

Naturgewalt verwüstet Stadtteil von Viersen

17.05.2018, 09:15 Uhr | Volker Danisch, Federico Gambarini, dpa

Tornado fegt über Nordrhein-Westfalen (Screenshot: NonStop News)
Tornado fegt über Nordrhein-Westfalen

Ein Tornado ist über Nordrhein Westfalen hinweggefegt. Dabei bildete sich ein Tornado im Raum Viersen.

Tornado fegt über Nordrhein-Westfalen


In Nordrhein-Westfalen hat ein Tornado für Verwüstungen gesorgt, mehrere Menschen wurden verletzt. Die Behörden sprechen von einer "Schneise der Verwüstung". Das Wetterphänomen ist nicht ungewöhnlich.

Der dunkle Wirbelsturm wälzt über Felder hinweg, Bäume brechen um, Dächer werden abgedeckt. Die bedrohliche Szene mit mindestens einem Schwerverletzten spielt nicht in den USA, sondern im Raum Viersen am Niederrhein. Es ist kurz vor 18 Uhr am Mittwochabend, als der Tornado in dem Ortsteil Boisheim auftaucht und in einem schmalen Streifen auch Nachbarortschaften erfasst.

Ein 23-Jähriger, der aus seinem Fahrzeug aussteigt, wird durch herabstürzende Äste schwer verletzt. Es gibt auch einen Leichtverletzten. Aus dem Auto und dem Dachfenster filmen Augenzeugen die mächtige Windhose, die Erde und teilweise auch Hagel durch die Luft wirbelt, wie auf Videos in den sozialen Netzwerken zu sehen ist. Zahlreiche Bäume stürzen durch die Naturgewalt um.

"In fünf Minuten war es vorbei"

Auf der A61, auf Land- und Kreisstraßen gibt es massive Verkehrsbehinderungen. Die Bahnstrecke zwischen Venlo und Mönchengladbach muss ebenfalls gesperrt werden, berichtet die Polizei in einer ersten Bilanz. Zumindest einige Nebenstraßen dürften für eine längere Zeit gesperrt bleiben. Wie hoch der Sachschaden ist, können die Behörden zuerst noch nicht beziffern.

Edith Schaul in Viersen-Boisheim steht gerade im Garten, als das Unwetter aufzieht. Erst Wolken, es donnert, dann wird auch Erde aufgewirbelt. Sie sucht schnell Schutz im Haus. "Ruckzuck, in fünf Minuten war es vorbei", schildert sie wenige Stunden später.

Boisheim: Die Feuerwehr fährt nach dem Wirbelsturm durch eine verwüstete Straße. (Quelle: dpa/David Young)Boisheim: Die Feuerwehr fährt nach dem Wirbelsturm durch eine verwüstete Straße. (Quelle: David Young/dpa)

Häuser teilweise schwer beschädigt

Abgedeckte Dächer an vielen der Häuser, Baumreste und auch ein Wohnwagen, der durch die Luft gewirbelt in Büschen landete, hat die Windhose zurückgelassen. Noch bei Tageslicht machen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW, Anwohner und Dachdecker daran, die Schäden zu beseitigen. Mit Besen, Leitern und Werkzeug.

Allein im 2000 Einwohner zählenden Viersen-Boisheim haben nach ersten Schätzungen 40 bis 50 Häuser nun Schäden. Mehrere von ihnen sind nach den Angaben der Stadt sogar so stark beschädigt, dass die Bewohner vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Es müssen Notunterkünfte her.

Ein Wohnmobil liegt nach dem Wirbelsturm in einem Garten: Ein Tornado hat im Raum Viersen am Niederrhein eine «Schneise der Verwüstung» angerichtet. (Quelle: dpa/Theo Titz)Ein Wohnmobil liegt nach dem Wirbelsturm in einem Garten: Ein Tornado hat im Raum Viersen am Niederrhein eine «Schneise der Verwüstung» angerichtet. (Quelle: Theo Titz/dpa)

Kachelmann: "Sehr eindrucksvoller" Wirbelsturm

"Eine Windhose hat eine Schneise der Verwüstung durch den Kreis Viersen geschlagen", berichtet der Kreis zunächst mit Verweis auf die Feuerwehr auf seiner Facebookseite. Es sei aber glücklicherweise örtlich begrenzt nur ein schmaler Streifen, wie sich bei den zahlreichen Einsätzen dann herausgestellt habe. Neben Viersen-Boisheim erfasste der Sturm auch Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise auch Niederkrüchten.

Der Wirbelsturm vom Mittwoch, den Wetterunternehmer Jörg Kachelmann auf seiner Internetseite als "sehr eindrucksvoll" bezeichnet, steht nicht allein da. In Deutschland seien in diesem Jahr bisher mindestens sechs Tornados beobachtet worden, schreibt Kachelmann. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Mittwochabend noch keine näheren Daten zum Tornado. Informationen, wie stark genau die Windhose war, ließen sich erst im Nachhinein rekonstruieren, wenn man die Schäden vor Ort bewerten könne, sagt ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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