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In Florida: Hurrikan "Michael" hinterlässt "unglaubliche Zerstörung"

Tödliche Folgen  

Hurrikan "Michael" hinterlässt "unglaubliche Zerstörung"

11.10.2018, 17:14 Uhr | dpa

In Florida: Hurrikan "Michael" hinterlässt "unglaubliche Zerstörung". Beschädigte Boote und Trümmer liegen im Yachthafen von Port St.

Beschädigte Boote und Trümmer liegen im Yachthafen von Port St. Joe. Foto: Douglas R. Clifford/Tampa Bay Times/AP. (Quelle: dpa)

Panama City (dpa) - Hurrikan "Michael" hat im US-Bundesstaat Florida eine Schneise der Verwüstung geschlagen und zahlreiche Menschen verletzt. "Es gibt unglaubliche Zerstörung", sagte Floridas Gouverneur Rick Scott am Donnerstag dem Sender CNN.

"Wir haben viele Verletzte." CNN berichtete, der Sturm habe in Florida und dem benachbarten Bundesstaat Georgia zwei Menschenleben gekostet, darunter das eines Kindes. Scott machte zunächst keine Angaben zu Toten, sagte aber: "Meine größte Sorge wäre der Verlust von Leben."

Befürchtet wurde, dass Rettungskräfte in den Trümmern noch Tote finden könnten. Der Sturm hatte unerwartet schnell an Stärke gewonnen, viele Menschen hatten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Scott sagte, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht gearbeitet und würden so bald wie möglich alle Betroffenen erreichen.

"Michael" war nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der stärkste Hurrikan, der die Florida-Panhandle seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 getroffen hat. Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet, wo der Hurrikan der Kategorie vier am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf Land gestoßen war. Er lag damit nur zwei Stundenkilometer unter der höchsten Kategorie fünf. Das Nationale Hurrikan-Zentrum hatte vor meterhohen Sturmfluten gewarnt.

CNN berichtete unter Berufung auf die Behörden, in Florida sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum in sein Haus gestürzt sei. In Georgia sei ein elf Jahre altes Mädchen gestorben, als ein Carport von dem Sturm in die Luft gehoben wurde und durch ein Dach stürzte.

Scott rief die Menschen dazu auf, weiterhin nicht ihre Häuser zu verlassen. "Sie haben diesen unglaublichen Sturm überlebt. Bleiben Sie sicher. Gehen Sie nicht hinaus, wenn Sie nicht müssen." Überlandleitungen seien zerstört worden, Bäume seien umgestürzt. Scott fügte mit Blick auf die schweren Sturmschäden hinzu: "Ich wünschte nur, das wäre nie geschehen."

Der Gouverneur sagte, rund 360 000 Haushalte, Büros und Geschäfte seien ohne Elektrizität. Floridas Katastrophenschutzbehörde Sert teilte mit, alleine im Bezirk Bay - wo der Hurrikan am Mittwoch auf Land getroffen war - sei bei fast 115 000 der 117 625 Anschlüssen der Strom ausgefallen. Im benachbarten kleineren Bezirk Calhoun verfügte am Donnerstagmorgen kein einziger Anschluss mehr über Elektrizität.

"Michael" war am Mittwochmittag in der Nähe des Ortes Mexico Beach auf Land getroffen. Auf Fernsehbildern, die CNN von einem Helikopter aus aufnahm, war großflächige Zerstörung in Mexico Beach zu sehen. Floridas Senator Marco Rubio schrieb auf Twitter, ihm sei gesagt worden: "Mexico Beach ist weg."

Der Abgeordnete Neal Dunn sagte CNN aus der nahe gelegenen Stadt Panama City: "Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen." Am Morgen nach dem Sturm bot sich ein chaotisches Bild: Häuser, Autos, Boote, Bäume und Möbel hatte der Sturm offensichtlich durcheinandergewirbelt. Betroffene Menschen standen fassungslos vor den Trümmern.

Auf seinem Weg nach Nordosten schwächte sich "Michael" ab und wurde zu einen tropischen Sturm herabgestuft. Der Sturm zog am Donnerstag weiter über die Bundesstaaten Georgia sowie South Carolina. Das Nationale Hurrikanzentrum warnte vor Sturmfluten in Teilen North Carolinas. Erst Mitte September hatte Tropensturm "Florence" die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch "Florence" und die Folgen des Sturms ums Leben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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